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“Zinszusatzreserve muss modifiziert werden”

13.08.2015 – herbert_schneidemann_bayerischeWeil die Rentenpapiere steigen, habe sein Unternehmen keine Probleme mit der Niedrigzinsphase. “Die heutigen Gewinne sind eine Belastung für die Zukunft”, sagt Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische, gegenüber Cash.Online. Nur die bisherige Ausgestaltung der Zinszusatzreserve belaste ihn.

“Prinzipiell bin ich ein Befürworter der Zinszusatzreserve. Denn ich baue mir doch lieber jetzt, wo ich es noch kann, eine Reserve auf, um damit die Gesamtverpflichtung im Bestand abzulösen beziehungsweise herunterzusetzen. Bei unserer Konzern-Mutter liegt der Rechnungszins im Bestand mit 3,3 Prozent höher als bei der Bayerischen Leben. Dieser Wert konnte durch die Zinszusatzreserve auf aktuell 2,8 Prozent reduziert werden”, sagt Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische. Er plädiert für eine Modifizierung. “Ganz einfach deshalb, weil bei der Konzeption ein derart schnelles Absinken des Zinses nicht unterstellt wurde. Es gäbe beispielsweise die Möglichkeit, einen längeren Durchschnitt zu wählen.”

Beim Thema Niedrigzinsen sei sein Unternehmen gut aufgestellt. Auch die Kapitalerträge der einzelnen Gesellschaften müssten eigentlich sehr hoch sein, weil die Rentenpapiere an Wert gewinnen.

Den Bestand an Aktien habe die Bayerische abgebaut. Schneidemann begründet diesen Schritt mit der Tatsache, dass gemäß Solvency II Aktien mit ein Drittel Eigenkapital unterlegt werden müssen. Weiterhin “sind Aktien nun mal eine volatile Assetanlage. Man darf aber nicht vergessen, dass wir auch an Infrastruktur- und Private-Equity-Projekten beteiligt sind. Das sind Anlagetitel mit einem genauso hohen Potenzial wie Aktien”, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen. (vwh/dg)

Bild: Herbert Schneidemann (Quelle: Die Bayerische)


 

 

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