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Von Bomhard ärgert sich über Infinus

02.05.2014 – bomhard munich reDer Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Rückversicherers, Nikolaus von Bomhard von der Munich Re, hat sich im Rahmen der Hauptversammlung irritiert über die bis Herbst 2013 andauernde Geschäftsbeziehung zwischen der Munich Re Tochter Ergo und der Skandalfirma Infinus gezeigt. Vorwürfen von Aktionärsvertretern vorwegnehmend sagte von Bomhard:

„Ergo hatte ein gutes Jahr und deswegen ärgert es mich, was Sie – wenn Sie es denn taten – im Internet lesen konnten“, sagte von Bomhard, Chef des Dax-Konzerns, am Mittwoch bei der Hauptversammlung vor 3.500 Aktionären in München. „Es ist für mich enttäuschend, dass die Geschäftsbeziehung nicht gleich abgebrochen wurde, als ernste Zweifel am Geschäftsmodell bekannt wurden.“ Man müsse sich auch fragen, warum Wettbewerber vor der Munich Re reagiert haben. Nun sollen die Vorgänge „konsequent aufgearbeitet“ werden”, berichtet das Handelsblatt.

Dennoch gab es auch Grund zur Freude:

“Das Geschäftsfeld Rückversicherung hat im vergangenen Jahr rund 2,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit legen wir 2012 und 2013 Ergebnisse vor, die auf Sicht nur schwer zu wiederholen sein dürften, so gut waren sie”, so der Munich Re-Chef in seiner Bilanz zur Rückversicherungssparte.

“In der Erstversicherung erzielten wir 2013 einen Gewinn von deutlich über 400 Millionen Euro. Dies ist ein sehr erfreuliches Ergebnis und eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr”, so von Bomhard weiter. “Munich Health, unser kleinstes und jüngstes Geschäftsfeld, hatte 2012 ein zu schlechtes Jahr, 2013 – mit einem Ergebnis von 150 Millionen Euro – ein zu gutes. Die Wahrheit liegt in der Mitte, oder, genauer gesagt, etwas oberhalb der Mitte. Wir glauben, dass ein Gewinn von 100 Millionen Euro für das laufende Jahr ein realistisches Ziel ist”.

Zur weiteren Perspektive des Unternehmens führte von Bomhard aus:

“Für 2014 streben wir ein Ergebnis von drei Milliarden Euro an. Das Ergebnisziel für 2013 lag bei annähernd drei Milliarden Euro; wir setzen uns also dasselbe Ziel wie im Vorjahr, freilich unter Verzicht auf das „annähernd“. Auf die Geschäftsfelder heruntergebrochen erwarten wir für die Rückversicherung ein Ergebnis zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro, für die Erstversicherung zwischen 400 und 500 Millionen Euro und für Munich Health von etwa 100 Millionen Euro. Dieses Ziel ist durchaus ambitioniert angesichts einer voraussichtlich weiter sinkenden Rendite auf unsere Kapitalanlagen und einer wieder normalen Steuerbelastung. Das Ziel ist aber erreichbar aufgrund der Qualität und Profitabilität des Kerngeschäfts. Insgesamt ist Munich Re gut aufgestellt für die vor uns liegenden Herausforderungen. Mehr noch: Wir haben uns eine Position erarbeitet, die es uns ermöglicht, auch in einem schwierigen Umfeld ordentliche Gewinne zu erwirtschaften.”

Links: Von Bomhard ärgert sich über Infinus, Vollständige Rede des Vorstandsvorsitzenden der Munich Re, Nikolaus von Bomhard (PDF)

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