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“Versicherung reguliert bei jedem vierten Film einen Schaden”

09.02.2015 – film_tim_reckmann_pixelio.deIn Berlin dreht sich kulturell dieser Tage wieder alles um den goldenen Bären: Mehr als 400 Filme sind bei den 65. Internationalen Filmfestspielen zu sehen. Zwar sind diese längst schon abgedreht. Allerdings glaubt Robert von Benningsen, Geschäftsführer der Deutsche FilmversicherungsGemeinschaft (DFG), dass vermutlich bei jedem Film etwas schiefgegangen ist.

“Die Wahrscheinlichkeit, dass bei 400 Filmen gar nichts passiert, geht meiner Erfahrung nach gegen Null. Ich würde schätzen, dass bei 400 Filmen bestimmt in über 100 Fällen eine Versicherung einen Schaden regulieren musste”, sagte er in einem Interview mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dabei handelt es sich zwar nicht gleich im Millionen-Beträge, so von Benningsen.

Allerdings können bereits Verzögerungen schon sehr teuer werden: “Einen Drehtag nachzuholen kann schnell 80.000 Euro oder mehr kosten”, schätzt der Experte. Am häufigsten greife demnach die Medienhaftpflicht. Sie kommt dann auf, “wenn die Produktionsgesellschaft zum Beispiel in einer privaten Wohnung dreht und mit einer schweren Requisite den Fußboden zerkratzt”, berichtet von Benningsen.

Die DFG versichert mittlerweile pro Jahr 1.000 Film- und Fernsehproduktionen, darunter Dokumentationen, Animationsfilme, Telenovelas und etwa 40 Kinofilme. Mit einem Prämienvolumen von rund zehn Millionen Euro und einem Marktanteil in Deutschland von rund 40 Prozent gehört sie zu den wichtigsten Filmversicherern in Deutschland. (vwh/td)

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

Link: Das vollständige GDV-Interview

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