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Rückversicherer: Ratings bleiben mehrheitlich stabil

09.09.2015 – Von Johannes Bender. Die Rahmenbedingungen für die globale Rückversicherungsindustrie bleiben herausfordernd. Ein hohes Angebot an Kapital und Kapazität sowie ein sich änderndes Verhalten von Rückversicherungseinkäufern beeinflussen aus Sicht von Standard & Poor’s weiterhin das Marktumfeld. Wir erwarten daher, dass die Preise auch zukünftig nachgeben werden, allerdings weniger stark als in 2014.

Zudem wird das Niedrigzinsumfeld weiterhin Druck auf die Kapitalanlagerenditen ausüben. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine Verschlechterung der Ertragskraft der Branche im Vergleich zu Vorjahren, mit einer Eigenkapitalrendite von etwa acht bis zehn Prozent in 2015-2016 und einer Schaden-Kostenquote von 95 bis 100 Prozent in 2015 und 97 bis 102 Prozent in 2016. Die Branche hat allerdings einige wichtige Maßnahmen ergriffen, um diesen Herausforderungen zu begegnen und wir glauben, dass die Mehrheit der Ratings stabil bleiben werden. Die Kapitalstärke hat sich seit 2012 stetig verbessert und bleibt auf einem sehr hohen Niveau.

Außerdem sind die Risikomanagementfähigkeiten der Rückversicherungsindustrie sehr gut ausgeprägt, inbesondere im Vergleich zur Erstversicherung. Eine weitere Verteidigungsstratgie war und ist die zunehmende Konsolidierung der Branche, die für einige Wettbewerber Skaleneffekte, Diversifikation und Kostensynergien mit sich bringt. (vwh/td)

Bild: Johannes Bender, Associate Director Standard & Poor’s Versicherungs Ratings (Quelle: Standard & Poor’s)

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