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Versicherer mit Nachholbedarf in Sachen Telematik

25.09.2015 – Niessen_TowersBisherige Telematik-Tarife basieren nur auf wenigen Daten und werden noch nicht mit den relevanten Vergleichsdaten abgeglichen. So können sie derzeit gar nicht die Vorteile erbringen, die mittels Telematik möglich sind und in anderen Märkten bereits sehr erfolgreich realisiert werden. “Versicherer müssen ihre Methodik deshalb dringend verfeinern”, fordert Gero Nießen von Towers Watson.

“Nur der sekündliche Informationsfluss garantiert, dass das Fahrverhalten adäquat im Kontext analysiert werden kann”, sagt Gero Nießen.

Darüber hinaus sind für ihn Vergleichsdaten enorm wichtig. In den USA würden Versicherer beispielsweise auf gemeinschaftliche Datenpools zurückgreifen, in denen dann eine signifikante Masse von Autofahrten sowie Schadenerfahrung zur Verfügung stehen.

Versicherer müssten, stellt Nießen angesichts einer hitzig geführten Debatte um den Datenschutz, klarer kommunizieren, wie Daten erhoben, verwertet und für die Tarifierung genutzt werden. Seine These: “Das Verhalten von Nutzern sozialer Netzwerke zeigt, dass ein großer Teil der Bevölkerung bereit ist, für einen Vorteil Daten preiszugeben.” (vwh/ku)

Bild: Gero Nießen ist Director bei der internationalen Unternehmensberatung Towers Watson in Köln und dort spezialisiert auf Pricing und Produktmanagement in der Sachversicherung. (Quelle: Towers Watson)

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