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UDV fordert Überwachung von Überholverboten

12.09.2014 – udv_brockmann_150Im Interview mit VWheute spricht UDV-Chef Siegfried Brockmann über die Erkenntnisse der Studie zu Unfällen bei Überholvorgängen und mögliche Gegenmaßnahmen. Auf die Frage, wer oder was sind die Hauptursachen für Unfälle bei Überholmanövern antwortet der Experte.

Ganz klar Leichtsinn oder Dummheit. Über 75 Prozent der von uns untersuchten Unfälle fanden in Bereichen statt, in denen die Sichtweite nicht ausreichte, um sicher zu überholen. Oder anders gesagt: Da wurde russisches Roulette gespielt.

Welche Möglichkeiten sehen Sie industrieseitig die Gefahr von Überholunfällen zu verringern?

Der Schwerpunkt wird noch lange auf dem Faktor Mensch liegen. Allerdings könnte mittelfristig ein System angeboten werden, dass die Überholsichtweite misst und bei Gefahr den Fahrer warnt. Radar- und Kamerasysteme sind ja durch andere Funktionen zunehmend im Fahrzeug vorhanden und müssten auf die jeweilige Funktion angepasst in die Gesamtarchitektur integriert werden.

Was sollte/müssen die Behörden tun?

Die meisten Überholunfälle in Bereichen mit nicht ausreichenden Sichtweiten fanden in Bereichen ohne Überholverbot statt. Stattdessen müsste überall dort ein Überholverbot angeordnet werden, wo die Sichtweiten nicht ausreichen. Auch die Polizei kann etwas tun: 25 Prozent aller Unfälle fanden in Bereichen mit Überholverboten statt. Meist kennt die Polizei solche kritischen Bereiche und sollte sie gezielt überwachen.

Bild: UDV-Chef Siegfried Brockmann. (Quelle: GDV)

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