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Towers Watson kritisiert Ranking-Methodik

03.07.2013 – schepersFrank Schepers, Geschäftsführer der internationalen Unternehmensberatung Towers Watson kritisiert die Methodik von Rankings. „Es ist ein Irrglaube, man könne Kapitalstärke in einer Kennzahl erfassen.“

Ein näherer Blick auf die Methodik mache deutlich, mit welchen Vorbehalten solche Rankings auf Basis der noch gültigen Solvabilitätsanforderungen (Solva 1) zu genießen sind. „So kontroverse die Diskussion um Solvency II auch geführt wird, steht außer Frage, dass unter der rein HGB-orientierten Solva 1 die Risikostruktur der Versicherer nur unzureichend in die Beurteilung einfließt. So hänge „für Lebensversicherer die Höhe der Solvabilitätsanforderungen weder von der Struktur der Kapitalanlagen noch von der Höhe und Laufzeit der gegeben Optionen und Garantien“ ab. Im Bereich Schaden/Unfall führe „der rein faktorbasierte Ansatz dazu, dass Prämienerhöhungen und Reserveverstärkungen die Anforderungen erhöhen, anstatt die risikomindernde Wirkung der erhöhten Margen zu berücksichtigen“. Mit Blick auf die seiner Meinung nach nicht vollständige Erfassung der Eigenmittel erläutert Schepers, dass „unter Solvency II auch wesentliche Puffer wie Bewertungsreserven angesetzt werden dürfen oder die Möglichkeit zur Kapitalisierung zukünftiger Margen besteht“. Solva 1 richte sich hingegen rein nach HGB-Bilanzwerten aus. Bei den Krankenversicherern blieben sogar „die Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen bei der Berechnung des verfügbaren Kapitals außen vor – also genau solche Puffer, welche zur Stärkung und Glättung der Ergebnisse aufgebaut werden“.

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