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Teyssen: Mindestlohn und Rentenpläne verkraftbar, aber…

30.07.2014 – johannes-teyssen-150Eine starke Volkswirtschaft kann Einschnitte und Reformen wie die Rente mit 63, die Mütterrente und den Mindestlohn vielleicht verkraften. Aber “nichts bedroht unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit auf mittlere und längere Sicht mehr, als unsichere und teure Energie”, sagt Eon-Chef Johannes Teyssen.

“Nicht den Erfolg zu Kopf steigen lassen”, gibt Johannes Teyssen gleich zu Beginn seines Gastbeitrags für das Manager Magazin die Devise aus. Er vergleicht die deutsche Gesamtwirtschaft mit der Nationalmannschaft nach dem epochalen 7:1 im WM-Halbfinale gegen Brasilien. Daher stellt er die Frage: “Schafft es unser Land, so souverän und vorausschauend mit der guten ökonomischen Entwicklung der letzten Jahre umzugehen?”

Teyssen zeigt gar Verständnis dafür, wenn die Regierung glaubt, Vorhaben wie die aktuellen Rentenbeschlüsse und den Mindestlohn der Volkswirtschaft aufbürden zu können, dass diese dies verkraften könne.

Teyssen: “Wirklich riskant ist derzeit nicht, was die Politik sozialpolitisch tut, sondern, was sie nicht – oder nicht ausreichend – volkswirtschaftlich tut. Wo sind nämlich die gedankliche Radikalität und der politische Mut, mit der etwa die Agenda 2010 durchgesetzt wurde, wenn es heute um eine grundlegende Neuausrichtung der Energiewende geht?”

Die Gesamtkosten der Mütterrente und der Rente mit 63 von rund neun Mrd. Euro entsprächen den volkswirtschaftlichen Kosten eines bundesweiten Stromausfalls – ein Blackout von gerade mal einem Tag.

Energiepolitisch wirbt er für Korrekturen, die man mit Nachbarländern, insbesondere mit Frankreich, das fast die Hälfte des Primärverbrauchs aus Kernenergie speist. (vwh)

Foto: Eon-Chef Johannes Teyssen plädiert für Korrekturen in der Energiepolitik. (Quelle: Eon)

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