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Targobank-Volkswirt gegen Doping für die Finanzmärkte

19.05.2014 – Lang“Mit möglichen Strafzinsen für Geschäftsbanken treibt die EZB ein gefährliches Spiel”, sagt Otmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank. Die Niedrigzinspolitik könnte – geht es nach Überlegungen der EZB – noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sein. Selbst eine Senkung des Einlagezinssatzes der Geschäftsbanken bei der EZB in den negativen Bereich (ergo: Strafzinsen) wird aktuell diskutiert.

„Sollte die EZB tatsächlich Strafzinsen für Geschäftsbanken verhängen, wäre das ein historischer, aber nicht überraschender Schritt”, so Otmar Lang: “Die Währungshüter wollen offenbar alles tun, um eine weitere Aufwertung des Euro und eine drohende Deflation zu verhindern. Ich halte dieses Vorgehen jedoch für gefährlich und ökonomisch für nicht gerechtfertigt. Die künstlich niedrigen Leitzinsen sind und bleiben Doping für die Finanzmärkte. Dabei sehen wir bereits erste Tendenzen zu Blasenbildungen an einigen Aktien- und Rentenmärkten. Auch sind die Erfahrungen mit negativen Zinsen in Europa nicht gut. In Dänemark führten negative Zinsen zu einer Verteuerung des Kreditangebots. Das Gegenteil war eigentlich das Ziel.“ (vwh)

Foto: Targobank Chefvolkswirt Otmar Lang sieht erste Tendenzen zur Blasenbildung an einigen Aktien- und Rentenmärkten (Quelle: Targobank)

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