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Swiss Re will “näher ran an die deutschen Industrieversicherungs-Kunden”

15.09.2014 – swissre_flunger_150Mit dem Geschäftsfeld Corporate Solutions wendet sich die Swiss Re weltweit inzwischen weit mehr als früher auch direkt an die Endkunden im Industrieversicherungs-Bereich. Rudolf Flunger, Geschäftsleitungs-Mitglied der Swiss Re Corporate Solutions, erläutert im Interview mit VWheute, was in diesem Zusammenhang auf dem deutschen Markt derzeit getan wird.

VWheute: Herr Flunger, die Swiss Re Corporate Solutions, mit der die Swiss Re als einst reiner Rückversicherer seit rund vier Jahren ganz gezielt auch Endkunden aus der Industrie anspricht, hat kürzlich mit Kuno Linder einen Country Manager für Deutschland installiert. Ist die Swiss Re gerade dabei, den deutschen Markt neu zu entdecken?

Flunger: Die Swiss Re investiert sowohl in den Emerging Markets wie in den bereits entwickelten Versicherungsmärkten, um die ebenfalls stärker zu besetzen als bisher. Speziell den deutschen Markt, der nach Prämienvolumen zu den drei größten Industrieversicherungs-Märkten der Welt zählt, haben wir in der Vergangenheit aber vielleicht etwas zu wenig direkt betreut. Wir haben daher entschieden, dass wir uns auch dort stärker positionieren wollen.

Welche Zielgruppen hat die Swiss Re Corporate Solutions in Deutschland konkret im Auge?

Wir sind jetzt schon sehr gut bei den DAX 30-Unternehmen vertreten, wollen jedoch vermehrt auch in den „Upper Middle Market“-Bereich gehen, also den größeren Mittelstand.

Was heißt das konkret, zum Beispiel in Umsatzgrößen?

Nach unserer Definition sind das Unternehmen ab einem Umsatz von ungefähr 750 Millionen US-Dollar.

Haben Sie spezielle Branchen besonders im Fokus?

Weltweit gesehen sind wir sowohl bei der produzierenden Industrie wie im Dienstleistungsbereich und auch bei „Financial Lines“ sehr breit aufgestellt und bieten eine große Produktpalette an, welche von Sach- und Haftpflichtversicherung über Spezialsparten wie Financial Lines und D&O bis hin zu maßgeschneiderten innovativen Lösungen reicht. Wir sehen aber, dass wir das Geschäft nicht in allen Ländern in gleicher Weise anbieten können. Deshalb werden wir unsere Produktpalette an den deutschen Markt anpassen und uns zugleich auch regional breiter aufstellen. Anfang Oktober eröffnen wird deshalb zusätzlich zu unserem Büro in München ein weiteres in Frankfurt, um auch räumlich näher an den Kunden zu sein.

Wie sieht die Angebots-Anpassung für Deutschland aus?

Von den Branchen her gesehen ist für uns das „Sustainibility“ ein großes Thema, und daraus resultierend der Bereich der erneuerbaren Energien. Dort versuchen wir ganzheitliche Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, die von der Projektentwicklung von Windparks und Solaranlagen über die Errichtung der Anlagen, die Deckung von Sach- und Haftpflichtrisiken im operativen Geschäft bis hin zur Absicherung von Wetter-Risiken reichen. Das ist daher sicherlich ein Bereich, denn wir künftig noch verstärkt besetzen wollen. Stark sind wir aber beispielsweise ebenso im Maschinenbau. 

Das Interview führte VWheute-München-Korrespondent Reinhold Müller.

Bild: Rudolf Flunger, Geschäftsleitungs-Mitglied der Swiss Re Corporate Solutions. (Quelle: Swiss Re)

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