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Stuttgarter-Vorstand zum LVRG und zur Absenkung der Vermittlerprovision

14.10.2014 – Dr_Guido_Bader_2014_150Heute findet in Ulm der 9. Tag der Versicherungswirtschaft statt. Versicherungsvermittlern soll dabei ein aktueller Überblick über die verschiedenen Altersvorsorgeprodukte und deren innovative Distributionsmöglichkeit gegeben werden. Im Exklusiv-Interview mit VWheute antwortet Guido Bader, Vorstand Mathematik, Leben und Kundenservice der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. u.a. auf die Frage: “Die LV nach dem LVRG – wo liegen die größten Herausforderungen um das Produkt dauerhaft attraktiv zu erhalten?”

Bader: Im Zuge der anhaltenden Niedrigzinsphase mit sinkenden Garantiewerten und sinkenden Überschüssen spielen die Kosten in unseren Produkten eine immer größere Rolle. Die Deutschen sind hinsichtlich Ihrer Altersvorsorge risikoscheu. Für die klassischen Rentenprodukte besteht also auch künftig ein erhebliches Marktpotenzial. Und vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist allen Bürgern die Notwendigkeit privater Vorsorge bewusst. Der Kunde muss dabei aber erkennen, dass er nicht übervorteilt wird. Daher kommt den Themen Transparenz und faire Kosten künftig eine herausragende Bedeutung zu. Das LVRG bietet uns allen die Chance, hier einen gewichtigen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Diese Herausforderung gilt es nun umzusetzen.

VWheute: Welche Gründe waren dafür ausschlaggebend, dass die Stuttgarter LV die einmalige Vermittlerprovision für einen Vertragsabschluss ab 2015 niedriger ansetzen will?

In Summe wird Die Stuttgarter ihre Vertriebspartner nicht schlechter stellen. Der Reduktion der einmaligen Abschlussvergütung steht nämlich eine signifikante Erhöhung der laufenden Abschlusscourtage gegenüber. Vermittler mit stornoarmem Geschäft profitieren in mehrerlei Hinsicht. Zum einen werden sie für die laufende Betreuung der Bestandskunden angemessen vergütet, zum anderen wird ein werthaltiger Bestand aufgebaut, der schon mittelfristig zu einer Stabilisierung der Einkommenssituation führt. Ausschlaggebend für die Neugestaltung des Vergütungssystems war für Die Stuttgarter der Tenor des LVRG. Der Gesetzgeber fordert von der Versicherungsbranche eine verbesserte Bestandsbetreuung und verbesserte Rückkaufswerte.

Wie lässt sich das Vertrauen der Kunden in das Produkt LV erhalten bzw. verbessern?

Um nachhaltig das Ansehen der Lebensversicherung in der Öffentlichkeit zu stärken, müssen wir zeigen, dass wir den Auftrag des Gesetzgebers verstanden haben. Eine saubere Umsetzung des LVRG verbunden mit einer proaktiven Kommunikation wird uns helfen, das Vertrauen der Politik, der Öffentlichkeit und unserer Kunden zurückzugewinnen und die Rolle der Lebensversicherung als das zentrale Element einer privaten Altersvorsorge zu stärken. Wenn die Branche aber an der alten Welt festhält und den Status Quo zu erhalten versucht, wird uns die Politik erneut ihre Regulierungsfreudigkeit demonstrieren. Nur wenn es uns gemeinsam gelingt, das LVRG als Chance zu sehen und nicht als Bedrohung, werden letztlich alle davon profitieren: Kunden, Unternehmen und Vermittler.

Bild: Dr. Guido Bader, Vorstand Stuttgarter. (Quelle: Stuttgarter)

Link: Einladung/Agenda (PDF)

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