Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Sparkassen-Präsident fordert Ende der Niedrigzinsphase

05.03.2014 – fahrenschonSparkassen-Präsident Georg Fahrenschon hat seine Kritik am Kurs der EZB bekräftigt. Zudem sieht er die künftige Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) bei der Aufsicht der Banken kritisch. “Die EZB ist als Notenbank nicht die richtige Institution dafür”, sagte Fahrenschon der Rheinischen Post. “Wenn sie jetzt aus ihrem Sonderstatut etwa beansprucht, dass jeder Akteur künftig in Englisch arbeitet und wir uns in Deutschland vom Handelsgesetzbuch zu trennen haben, um nach internationalen Vorgaben zu bilanzieren, dann ist das ein Holzweg.”

Das stelle das stabile Regionalbankwesen und den Mittelstand vor unlösbare Probleme. “Wir arbeiten auf Deutsch, unsere Kunden denken deutsch”, sagte der frühere bayerische Finanzminister, der seit 2012 an der Spitze des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) steht. Er forderte die europäischen Währungshüter zudem erneut auf, ihren Kurs des Billiggelds zu beenden. “Die EZB muss jetzt den Einstieg in den Ausstieg aus der Niedrigzinsphase einleiten.”

Der Niedrigzinskurs der EZB wird vor allem in Deutschland immer wieder scharf kritisiert. Viele befürchten eine Entwertung ihres Vermögens. “Die Zentralbank sollte die Signale von der US-Notenbank aufnehmen. Dort ist die Rede davon, dass man in den nächsten zwölf bis 18 Monaten nicht die Zinswende verpassen darf”, erklärte Fahrenschon. Der 46-Jährige begründete die Forderung an die EZB mit den Wachstumsaussichten in der Eurozone und der Gefahr der Geldschwemme: “Alle werden immer abhängiger vom billigen Geld. Es kann süchtig machen und verleitet dazu, dass sich die Staaten nicht entschulden, sondern neue Schulden aufnehmen.”

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten