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“Sparer sollten fünf Prozent Zinsen vom Staat erhalten”

05.02.2015 – peter_schneider_svbwDer Präsident der baden-württembergischen Sparkassen, Peter Schneider, fordert eine Staatsprämie für Sparer. In Zeiten niedriger Zinsen brauchen diese Hilfe, so der Sparkassenchef in einem Bild-Interview. Wer sieben Jahre lang jeden Monat 100 Euro spart, “bekommt am Ende fünf Prozent vom Staat oben drauf”, forderte Schneider. Durch die Niedrigzinsen spare der Staat jährlich zwischen 20 und 40 Mrd. Euro. Der Sparer sei dabei “der Dumme”.

Bei 20 Mio. Sparern würde eine Sparprämie den Staat lediglich eine Mrd. Euro kosten, rechnete Schneider vor. Im Gegenzug verdiene der Staat durch die niedrigen Zinsen 40 Mrd. Euro. “Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch brandgefährlich”, kritisierte der Sparkassenchef. Eine Verantwortung der Banken lehnte er jedoch ab. “Wenn wir höhere Zinsen zahlen, sind wir bald pleite”, so Schneider. Vielmehr sei die Politik in der Pflicht.

Auch an der Gebührenschraube will der Sparkassenchef nicht drehen. “Wir müssen bei den Kosten und Ausgaben angreifen. Die Probleme der Banken dürfen nicht über die Gebühren auf die Kunden abgewälzt werden”, sagte Schneider weiter. (vwh/td)

Bild: Peter Schneider (Quelle: Sparkassenverband Baden-Württemberg)

Link: Das vollständige Interview

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