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Chipindustrie: “Elektronik in gehackten Autos ist zu alt”

03.09.2015 – Sievers_NXPDie Serie erfolgreicher Hackerangriffe von Forschern auf vernetzte Autos bricht nicht ab. Der Geschäftsführer des Chipherstellers NXP Semiconductors Germany Kurt Sievers beschwichtigt: “In den meisten dieser Fälle sind mit modernster Technik ausgestattete Hacker auf ältere Sicherheitstechnik im Auto gestoßen. Die Sicherheit der Chipindustrie ist weiter.”

Er verweist dabei auf die unterschiedliche Geschwindigkeit bei der Produktionsentwicklung. “Das Auto hat drei Jahre Entwicklungszeit und einen dreijährigen Lebenszyklus, ist also im Zweifel mit sechs Jahre alter Elektronik ausgestattet”, beschreibt Sievers das Dilemma in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Diese Schwierigkeit werde besonders mit Hilfe deutscher Unternehmen überwunden. “Je mehr Vernetzung es durch Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge gibt, umso mehr mikroelektronische Teile werden gebraucht, und umso höher ist der Anteil der führenden deutschen Chip- und Sensorhersteller“, fasst Sievers die Bedeutung der Sicherheit für deutsche Wirtschaft zusammen.

Täglich berichten Medien über Cyberattacken oder Datenmissbrauch. Hackerattacken wie auf den Jeep Cherokee, den Chevrolet Volt, Tesla oder das Lahmlegen der Bremsen eines Corvette-Sportwagens mit Hilfe eines Smartphones haben das Misstrauen der Verbraucher in selbstfahrende Autos zuletzt verstärkt. Deutsche Risikomanager stufen Angriffe aus dem Netz mittlerweile als zweitgrößtes Geschäftsrisiko ein, berichtete VWheute(vwh/dg)

Bild: Kurt Sievers, Geschäftsführer von NXP Semiconductors Germany und Vorsitzender des Fachverbandes Electronic Components and Systems im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). (Quelle: NXP)

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