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Senkung des Garantiezinses verhindert “Mist” bei Riester

04.05.2016 – Die geplante Absenkung des Rechnungszinses auf 0,9 Prozent zum 1. Januar 2016 hält Debeka-Vorstand Roland Weber zwar zeitlich für ein ambitioniertes Ziel, für das eigene Haus und das Produktimage kann er dem aber einiges abgewinnen. Er geht für den Riestermarkt von einer Konsolidierung aus. Von den derzeit rund 700 Riester-Tarifen würden bei bestehender Kostenstruktur beim abgesenkten Rechnungszins nicht alle den Beitragserhalt garantieren können.

Vielleicht werde dann weniger “Mist” angebotenund “Riester wieder besser angesehen werden”, sagte Weber in Anspielung auf Verbraucherschützerkritik. Für das eigene Haus fürchtet er die Zinsabsenkung im Hinblick auf die Beitragsgarantie nicht, nur die Zeitvorgabe. Schließlich müssten die Tarife nicht nur entwickelt und zertifiziert, sondern auch noch PIA durchlaufen. “Das wird bis 1. Januar nicht gehen. Es kann passieren, dass zu Jahresbeginn 2017 kein Riester-Produkt vorliegt.” Mit rund 800.000 Riester-Verträgen ist die Debeka eigenem Bekunden nach einer der fünf größten Anbieter. Angepeilt wird eine Million Verträge.

Vorstandschef Uwe Laue fordert eine Anhebung der Riester-Förderung. Sinnvoll wären seiner Meinung nach die Anhebung der Grundzulage von 154 auf mindestens 200 Euro und der Förderungsgrenzen von 2.100 auf 3.000 Euro sowie eine generelle Kinderzulage von mindestens 300 Euro. Bei der Grundsicherung sollten zudem Freibeträge bei der privaten Altersvorsorge bei der Grundsicherung eingeführt und Riester für alle Bevölkerungsgruppen geöffnet werden. (lie)

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