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SDK-Chef Kantak will Maklergeschäft forcieren

02.12.2016 – Kantak_SDK1Nach dem Weggang von Vertriebschef Timo Holland wird SDK-Chef Ralf Kantak interimsweise das Vertriebsressort übernehmen. Holland scheidet aus eigenem Wunsch zum 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand der SDK aus. “Er hat in seiner Amtszeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die SDK die anstehenden Veränderungsprozesse im Vertrieb erfolgreich umsetzen konnte”, meldet das in der Nähe von Stuttgart angesiedelte Unternehmen.

Ralf Kantak war in seiner Zeit bei der Volksfürsorge als Landesdirektor tätig gewesen und verfügt über Erfahrungen im Vertrieb. Das Vertriebsressort übernimmt er interimistisch. Die SDK sucht jetzt nach einem neuen Vertriebschef. Timo Holland hört nach zweieinhalb Jahren Vorstandsarbeit bei der SDK auf. Im Jahr 2016 wurden zehn Regionaldirektionen eröffnet, ein neues Karrieresystem eingeführt und ein strukturiertes Anbaumodell für Außendienstpartner entwickelt. “Wir bedauern das Ausscheiden von Timo Holland und wünschen ihm für seine berufliche Zukunft viel Erfolg und persönlich alles Gute”, teilt der Aufsichtsrat mit.

Auslöser der Umstrukturierung bei der SDK ist der Anstieg der Vertriebskosten seit dem Jahr 2012. Durch Sparmaßnahmen sind sie im Jahr 2015 stark gesunken und lagen wieder unter dem Marktschnitt. “Seit 2013 konnte der Ertrag um über 23 Prozent gesteigert werden. Die Kosten ermäßigten sich im gleichen Zeitraum um fast 12 Prozent von 110 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro”, berichtete Vorstandschef Kantak im Sommer. Aufgrund höherer Leistungsausgaben wird das versicherungsgeschäftliche Ergebnis der SDK Kranken in diesem Jahr aber leicht zurückgehen, berichtet Assekurata in ihrem Ratingbericht vom November.

Kantak will jetzt die Zusammenarbeit mit Maklern forcieren. Traditionell hatte die SDK fast ihr gesamtes Geschäft von 84er bekommen, die mit den örtlichen Genossenschaftsbanken eng verbunden sind. Durch die Umstrukturierung und den Abgang vieler Vermittler fiel 2015 der Bestandsverlust an vollversicherten Personen mit – 1,2 Prozent erneut stärker als im Marktdurchschnitt, berichtet Assekurata. “Die neue Vertriebsstruktur ist grundsätzlich geeignet, um die Wachstumssituation und die Wettbewerbsfähigkeit der SDK mittelfristig zu stärken.“ Allerdings müsse das Unternehmen langfristig Kontinuität im Vertrieb sicherstellen und neue gebundene Vermittler gewinnen.

Die Berichte über Umdeckungen von Gruppenverträgen zur R+V konnte die SDK nicht bestätigen. Man habe nur einen Vertrag verloren, aber der sei von einem Makler gekommen, berichten die Fellbacher. (ba)

Bild: SDK-Vorstandsvorsitzender Ralf Kantak (Quelle: SDK)

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