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Roboter im Vertrieb müssen gelenkt werden

24.11.2015 – Roboter_R_by_Dieter Schuetz_pixelioTrotz Big Data und datengetriebener Versicherungstarife: “Entscheidend für die Qualität der Beratung und den Erfolg im Vertrieb bleibt – zumindest vorerst – der Mensch”, stellt Versicherungsexperte Volker P. Andelfinger fest. “Auch ein Roboterberater muss gebaut beziehungsweise programmiert werden.” Die Frage der Verantwortlichkeit geht damit einher, sagt er im Vorfeld einer Expertentagung in Bonn.

Roboter und Algorithmen sieht Volker P. Andelfinger vorerst noch vor allem bei einfacheren, strukturierten Arbeitsvorgängen: “Beratung, die auf komplexe individuelle Situationen jenseits vorgegebener Schemata eingeht, ist Sache menschlicher Vermittlertätigkeit.” Ziel und Zweck von Beratung verantwortet der Mensch. Allerdings ist in seinen Augen “der Einstieg gemacht und die Richtung vorgegeben.”

Ob datengetriebene Beratung Arbeitsplätze kostet, vermag auch Andelfinger noch nicht abzusehen: “Auch die digitale Transformation bei Versicherern wird neue Jobs bringen und alte überflüssig machen. Welche Art von Jobs besonders gefährdet ist, lässt sich dabei leichter prognostizieren, als eine Antwort auf die Frage zu geben, welche Jobs neu entstehen werden.”

Das Connected Life, das Internet der Dinge, bringe Chancen und Risiken für die Branche. “Die Kfz-Versicherung wird sich angesichts autonomer Fahrzeuge und neuer Mobilitätskonzepte bald erledigt haben. Es braucht jetzt Versicherer, die nicht vom Produkt her denken, sondern Lösungen und Rundumservice für Probleme anbieten.” Im übrigen – eine weitere zentrale These zur Digitalisierung, die Buchautor Andelfinger heute bei der Konferenz “Digitalisierung: Potenziale und Handlungsfelder für die Assekuranz” anbringen will – seien die aktuell kontrovers diskutierten Start-ups hervorragende Impulsgeber für notwendige Veränderungen, die die Versicherungswirtschaft aus intrinsischen Motiven nicht anpacken würde. Die Umwälzung der Versicherungswirtschaft zu gestalten, ist jedoch nach seiner Auffassung die Aufgabe aller Marktteilnehmer der Branche gemeinsam.

“Digitalisierung macht die Branche außerdem schon lange. Schnittstellen, Prozessoptimierung, Analysesoftware, Bestandsverwaltung und Schadensysteme, all das ist Pflicht, jetzt kommen weitere Pflichten dazu, die vermeintlich als noch aufschiebbare Kür verstanden werden”, sagt Andelfinger (siehe DOSSIER). (vwh/ku)

Bildquelle: Dieter Schütz / pixelio.de

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