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“Rentenpaket führt Geringverdiener in Riester-Falle”

20.11.2014 – michael_boehmer_gdvDer Abstand zwischen den Renten und Arbeitseinkommen soll laut Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung in den kommenden Jahren noch schneller wachsen als bislang erwartet. Prognos-Chefökonom Michael Böhmer befürchtet, dass das Rentenpaket besonders Geringverdiener in die “Riester-Falle” führe. Gerade die Gruppe derjenigen mit unsteten Erwerbsbiografien und geringen Erwerbseinkommen sei besonders problematisch.

So werde das Sicherungsniveau nach heutiger Ausgangslage von heute gut 48 Prozent auf etwas mehr als 42 Prozent im Jahr 2050 zurückgehen. Ohne die Reformen seit 2001 würde das Sicherungsniveau nur leicht auf rund 47 Prozent absinken, so Böhmer weiter. Die Kehrseite der Medaille zeige sich aber beim Beitragssatz: Mit den Reformen gelinge es, den Anstieg bis zum Jahr 2050 auf etwa 24 Prozent zu beschränken, ohne Reformen läge dieser hingegen bei rund 29 Prozent.

Mit der Rentenreform von 2001 habe man sich zudem politisch dazu entschieden, dass sich sowohl Erwerbstätige und als auch Rentner an den Lasten der demografischen Alterung beteiligen sollten. Deshalb sei die Rentenformel seitdem so ausgestaltet, dass das Wachstum des Arbeitseinkommens nicht “eins-zu-eins” an die Rentner weitergereicht werde. (vwh/td)

Bild: Prognos-Chefökonom Michael Böhmer (Quelle: GDV)

Link: GDV-Interview: “Rentenpaket lässt Geringverdiener in der Riester-Falle”

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