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Rentenexperte Ruland kritisiert Mütterrente: “Geld für Kinder statt für Großmütter”

13.11.2013 – ruland-150Kinderarmut sei ein größeres Problem als Altersarmut, proklamiert der ehemalige Vorsitzende des Sozialbeirats der Bundesregierung, Franz Ruland. „Es wäre besser, das viele Geld gezielt den Kindern in Not als den Großmüttern zu geben, die vielfach nicht darauf angewiesen sind”, sagte er gegenüber dem Focus.

Von den Plänen der Union, die sogenannte Mütterrente aus den Überschüssen der Rentenkasse zu finanzieren, hält der ehemalige Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (der 2005 im Zuge der Organisationsreform in die Deutsche Rentenversicherung aufgegangen ist) nichts. Die Argumentation, die Rentenkasse erhalte mehr Beiträge für Kindererziehungszeiten als sie dafür ausgibt, sei falsch. „Der Bund zahlt die Beiträge, damit die begünstigten Eltern später eine höhere Rente erhalten”, sagt er weiter. Schon heute sei absehbar, dass die Rentenversicherung bald mehr Renten für Kindererziehungszeiten zahlen muss, als sie vom Bund Beiträge dafür erhält.

Bereits vor einem Monat hatte Ruland im Tagesspiegel gefordert, die Mütterrente aus Steuermitteln zu finanzieren. Die Argumentation mit den prall gefüllten Rentenkassen sei abenteuerlich. (vwh)

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