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Rente mit 63: “Aus Angst vorm Wähler”

07.04.2014 – boersch-supan-150“Man könnte das gerechter machen zum Beispiel dadurch, dass man es nicht aus Rentenbeiträgen finanziert, sondern aus allgemeinen Steuern, wie das auch normalerweise bei solchen Dingen üblich ist.” Sozialrechtsexperte Axel Börsch-Supan kritisiert im Deutschlandfunk die Mütterrente: “Dann würden das nämlich alle finanzieren und nicht nur die jüngere Generation.”

Warum finanziert man nicht die Mütterrente aus allgemeinen Steuern, will Interviewpartnerin Silvia Engels vom Deutschlandfunk wissen? “Weil man fürchterliche Angst hat, dass man dann von den Wählern 2017 abgestraft wird, weil man nämlich die Steuern erhöhen müsste”, antwortet Börsch-Supan.

Und die Rente mit 63? “Das ist eigentlich ein sehr ulkiges Verfahren, dass man ein Gesetz einbringt, was eigentlich noch undurchdacht ist in einem so wichtigen Punkt”, spricht der Direktor am Münchener Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik einen Fehler in der Systematik der Rente mit 63 an, nämlich den, dass einer sich zwei Jahre Arbeitslosigkeit anrechnen kann – praktisch habe man so die Rente mit 61 verabschiedet. “Das ist wieder die gleiche Schose. Diejenigen, die zwischen ungefähr 1950 und 1964 geboren sind, werden davon begünstigt, und die, die jünger sind, müssen dafür zahlen. Ob das gerecht ist, wage ich zu bezweifeln.”

Foto: Sozialrechtsexperte Axel Börsch-Supan hält das aktuelle Rentenpaket für wenig durchdacht. (Quelle: Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik)

Link: “In sich widersprüchlich und undurchdacht” (Interview,  Deutschlandfunk, 04.04.2014)

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