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Rekordhoch für M&A-Aktivitäten in den USA

17.07.2015 – stephanie sutton - high fidelityM&A-Deals haben in den USA im ersten Halbjahr 2015 einen deutlichen Aufwärtstrend erlebt. “Unternehmen nutzten die historisch niedrigen Zinsen und Rekordgeldbestände in ihren Bilanzen, um in zukünftiges Wachstum zu investieren”, konstatiert Stephanie Sutton, Investment Director bei Fidelity Worldwide Investment. Die teuersten Übernahmen stammen aus der Versicherungsbranche.

“Die Deal-Aktivitäten dürften in diesem Jahr ein Volumen in Höhe von rund 17 Billionen Dollar überschreiten. Auch die Anzahl der Transaktionen dürfte höher ausfallen als Mitte der 2000er Jahre”, prognostiziert Stephanie Sutton von Fidelity Worldwide Investment. (siehe Grafik)

Bloomberg redaktion@vw-heute.deDieser Aufwärtstrend sei jedoch nicht mit dem M&A-Boom in den USA Mitte der 2000er-Jahre zu vergleichen. “Die heutigen Marktkonditionen unterscheiden sich erheblich: Die Weltwirtschaft ist schwächer, und die Zinsen verharren auf einem historischen Tief. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen eine erhebliche Menge an Bargeld besitzen und gesunde Bilanzen aufweisen. In einem solchen Umfeld bringt ein strategischer Zusammenschluss häufig Vorteile für alle Beteiligten mit sich”, führt Sutton an.

Die M&A-Transaktionen betreffen vor allem die Sektoren Telekommunikation, Gesundheitswesen, Technologie und Energie. Derzeit machen die Schlagzeilen überwiegend Käufer aus der Versicherungsbranche (siehe DOSSIER). Bereits Ende Juni kündigten die Beratungsfirma Towers Watson und der Versicherungsmakler Willis Group eine Fusion an. Krankenversicherer Aetna plant den Mitbewerber Humana zu schlucken und Versicherer Ace will für rund 28 Mrd. Dollar in bar sowie Aktien den Konkurrenten Chubb kaufen – eine der größten Transaktionen in diesem Jahr.

Die teuerste Übernahmeschlacht scheint sich erst anzubahnen. Der zweitgrößte Krankenversicherer Anthem will Cigna übernehmen, die Nummer fünf am Markt. Der Deal könne den größeren Anthem-Konzern mehr als 40 Mrd. Dollar kosten, spekuliert Wall Street Journal. (vwh/dg)

Bild: Stephanie Sutton (Quelle: Fidelity Worldwide Investment)

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