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Protektionismus der Finanzindustrie

12.05.2016 – Zinsen_Andreas Hermsdorf_pixelioDie Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stößt in der Finanz- und Versicherungsbranche auf scharfe Kritik. “Tatsächlich geht es aber vielen Politikern bei ihren Angriffen auf die EZB vor allem darum, die Finanzbranche zu schützen. Diese protektionistischen Motiven werden kaschiert, indem man sich hinter den Sparern versteckt”, kritisiert der Wirtschaftsexperte Melvyn Krauss in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

Daher wundere es nicht, dass auch die “Vertreter der Banken und der Versicherungen ebenfalls gegen die EZB zu Felde ziehen, mit ähnlichen Argumenten wie die Politik”, ergänzt Krauss. Zudem gehe es im Streit über die EZB-Politik “nur scheinbar um einen Konflikt zwischen Deutschland und Europa”. Vielmehr verlaufe die Konfliktlinie “zwischen der Finanzindustrie, die Schwierigkeiten hat, sich an das Niedrigzinsumfeld anzupassen, und anderen Wirtschaftsbranchen”, schreibt der Wirtschaftsexperte weiter.

“Denn viele Unternehmen, gerade in der exportorientierten deutschen Wirtschaft, profitieren von der EZB-Politik”, konstatiert Krauss. Demnach verschaffe der niedrige Euro-Kurs “auch der deutschen Industrie einen Wettbewerbsvorteil”. So wäre es also “an der Zeit, dass die deutschen Exporteure Draghi in Schutz nehmen gegen die Kritik”, fordert der Senior Fellow an der Hoover Institution der Stanford University. (vwh/td)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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