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Pro&Contra: Müssen Versicherer alle neuen Techniken beherrschen?

26.02.2015 – “Wer den Kundenzugang nicht verlieren will, muss die Mobilitätsbedürfnisse des Kunden verstehen und Lösungen dafür schaffen können”, sagt Volker Gruhn, Lehrstuhlinhaber für Software Engineering an der Universität Duisburg. Er plädiert für Versicherer für eine “New School of IT”, die Kompetenzen im Haus belässt. Sein Gegenüber, Mirko Novakovic, Geschäftsführer von Codecentric sagt, “um mit der vom Endkunden geforderten Innovation mithalten zu können, müssen sich Versicherungen aktuell externer Quellen bedienen.”

“Mobile Anwendungen fallen in den Bereich der innovativen Anwendungen. Versicherungen sind meiner Meinung nach heute nicht für agile, schnelle Ansätze aufgestellt und Mitarbeiter und Kultur sind schon vom Produkt her nicht besonderes innovativ”, erklärt IT-Experte Mirko Novakovic bei der Diskussion bei den Leipziger Foren: “Versicherungen sind auf Nachhaltigkeit und hohes Vertrauen und Zuverlässigkeit ausgelegt.”

NovakovicGruhn

Die traditionelle IT, die eine Abteilung im Versicherungsunternehmen darstellt, konzentriere sich darauf, “Kernsysteme möglichst stabil und zuverlässig bereit zu stellen.” Mobile Anwendungen rechnet Novakovic indes in die Systems of Innovation, die empirische Ansätze und interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Stakeholder – diese nicht linearen, agilen Ansätze der mobilen Anwendungen könnten somit nur von externer Quelle adäquat bedient werden.

Ihm widerspricht Volker Gruhn: “Ein Versicherungsunternehmen muss nicht jede neue Technologie beherrschen. Aber diejenigen, die sich als stabil und unverzichtbar herauskristallisieren gehören zwingend zum Skill Set der Enterprise IT eines Versicherers.” Versicherer könnten einen angemessenen Stand halten, indem Grundtechniken wie Usability Engineering, Testen mobiler Anwendung und responsive Design im Hause durchgeführt würden.

Denn nur so können die Mobilitätsbedürfnisse des Kunden verstehen und Lösungen dafür schaffen. (vwh/ku)

Bilder: Volker Gruhn (rechts), Lehrstuhlinhaber für Software Engineering an der Universität Duisburg und IT-Experte Mirko Novakovic haben bei den Leipziger Foren zu mobilen IT-Anwendungen in der Versicherungswirtschaft diskutiert. (Quellen: adesso und Codecentric)

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