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Poweleit: Masse der Vermögenswerte gehört den Kunden

20.08.2014 – Poweleit_ManfredVersicherungsexperte Manfred Poweleit will eine Debatte beleben, die um die Beantwortung der Frage geht, „Wem gehört eigentlich das Geld, das in deutschen Lebensversicherungen steckt?“ Er kommt zum Ergebnis, dass von den 89 Gesellschaften in seiner Bilanzdatenbank 50 Gesellschaften den genossenschaftlichen Vereinen zuzuordnen sind und nur 39 Gesellschaften den Konzernen.

Diese seien zwar in der Summe erheblich größer, aber von den 865 Mrd. Euro auf der Passivseite aller Versicherer-Bilanzen sollte man nach seiner Auffassung nur 7,3 Mrd. Euro Eigenkapital den Konzernen zuordnen, schreibt der Herausgeber und Chefredakteur des Map-reports in einer Analyse für Portfolio-international. Die insgesamt 732 Mrd. Euro versicherungstechnische Rückstellungen und damit die Masse der Vermögenswerte gehörten den Versicherten. „Die Kunden haben Anspruch auf Schutz vor ungerechtfertigten Ausschüttungen und vor falsch verstandenem Verbraucherschutz“, verdeutlicht Poweleit.

Die Diskussionen um gesetzliche Korrekturen zur Ausschüttung von Bewertungsreserven würden in die Irre führen, wenn man so tue, als seien alle Lebensversicherer Konzerne mit Aktionären. Poweleit findet kräftige Worte für den „Gesetzesmurks aus dem Jahre 2008, der bis heute die politische Debatte um die Lebensversicherung bestimmt“. Der Versichertengemeinschaft drohe Schaden, wenn Scheinreserven aus festverzinslichen Wertpapieren realisiert und an Stornierer ausgeschüttet werden müssten. In der medialen Kommentierung werde der fälschliche Eindruck erweckt, mit der Verhinderung von Ausschüttungen nicht erwirtschafteter Reserven bei festverzinslichen Wertpapieren würde ein Konzernförderungsprogramm gestartet und den Verbrauchern geschadet. (vwh)

Foto: Branchenexperte Manfred Poweleit nimmt stets aktiv an der Debatte um die Lebensversicherung teil (Quelle: vwh)

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