Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Politisch in die Sparfalle getrieben

27.10.2015 – Geld by_Andreas Hermsdorf_pixelio.deSparen darf weder durch steuerliche Sonderlasten noch durch eine zunehmend bedrohliche Niedrigzinspolitik der EZB entmutigt werden, schreiben die Volkswirtschaftler Frank Seitz und Thomas Jost in einem Gastbeitrag in der Börsen-Zeitung. Die Kritik: Sparer würden aktuell dafür bezahlen, dem Rat der Politik gefolgt zu sein.

“Diejenigen Ökonome und Politiker, die deutschen Sparern nun vollmundig raten, sie sollten doch in risikoreicherere Finanzprodukte investieren, seien daran erinnert, dass sich mit der Rentenreform 2001 im Interesse einer Sicherung der langfristigen Finanzierungsfähigkeit des Systems die Rendite der gesetzlichen Altersversorgung stark verschlechtert hat”, schreiben Frank Seitz und Thomas Jost anlässlich des Weltspartags am 30. Oktober.

“Im Gegenzug wurden die privaten Sparer über die Riester-Förderung millionenfach zu langfristigen Verträgen und risikoarmen Vorsorgeprodukten animiert, die sich nun als Sparfalle erweisen.”

Für die Experten gibt es für die nicht vorhandenen marktgerechten Zinsen zu überschaubaren Risiken nur bittere Alternativen: “Entweder erst mit 70 Jahren in Rente zu gehen, mehr vom Einkommen zu sparen oder erhebliche Abstriche am Lebensstandard.” Gerade der jüngeren Generation sei aktuell schwer zu vermitteln, dass sich Sparen lohnen kann. (vwh/ku)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten