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“Pflege duldet keinen Aufschub”

12.05.2016 – Eurich_BarmeniaDie Barmenia bietet mit ihrem aktuellen Pflegetarif Leistungen bereits vor Eintritt des Pflegefalls an. Vorstandschef Andreas Eurich erklärt im Interview mit VWheute, warum es falsch ist, im Bereich Pflege den Fokus allein auf die rein finanzielle Absicherung zu legen. Besonders wichtig ist aus seiner Sicht, “dass sich die Pflegestrukturen schnell genug auf die zu erwartende Zahl der Pflegenden anpasst und die Qualität der Pflege stimmt”.

VWheute: Welches sind Ihre Ziele, die Sie mit dem neuen Tarif kurzfristig erreichen wollen?

Andreas Eurich: Wir wollen uns mit einem klaren Angebot im Pflegemarkt positionieren. Dazu sind wir mit der Johanniter-Unfall-Hilfe eine exklusive und langfristige Partnerschaft eingegangen. Die Pflege-Experten der Johanniter erleben Tag für Tag aus der Praxis, mit welchen Problemen die Versicherten tatsächlich zu kämpfen haben. Dieses Expertenwissen wollen wir gemeinsam nutzen, bedarfsgerechte und innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Pflege Sofort ist ein erster Schritt in diese Richtung. Der Tarif wurde in enger Zusammenarbeit mit den Johannitern erarbeitet. Die Johanniter stehen den Versicherten auch als direkter Ansprechpartner in allen Fragen rund um die Pflege zur Verfügung.

VWheute: Welches sind die zentralen Vorteile für die Versicherten bei der Pflege Sofort?

Andreas Eurich: Wir haben festgestellt, dass im Versicherungsmarkt der Fokus bisher auf einer rein finanziellen Absicherung ab dem Zeitpunkt der Einstufung in eine Pflegestufe liegt. Doch die Menschen, die in der Familie von einem Pflegefall betroffen sind, bewegen andere Dinge. Sie müssen in ihrer Lage unterstützt werden, um sich selbst oder Familienmitgliedern in der konkreten Ausnahmesituation weiterhelfen zu können. Hier hilft es, wenn man nur einen kompetenten Ansprechpartner rund um die Pflege hat – in unserem Fall die Johanniter.

Deshalb haben wir bei Pflege Sofort auch eine ausgewogene Mischung aus handfesten Pflegeleistungen und konkreter, persönlicher Unterstützung in allen Phasen der Pflege bedacht. Viele Leistungen stehen den Versicherten bereits vor Einstufung in eine Pflegestufe zur Verfügung. So bietet die sogenannte erste Phase Leistungen an, die auf Prävention abzielen – damit eine Pflegebedürftigkeit möglichst lange vermieden werden kann – bzw. die die Betroffenen auf die Pflege vorbereiten soll. Hierzu zählen beispielsweise eine Wohnraumberatung, Schulungen zum Thema Pflege oder die Demenzvorsorge.

Das Besondere: Die Leistungen dieser ersten Phase stehen auch Familienangehörigen (1. Grades) wie den eigenen Eltern zur Verfügung. Im Anschluss bietet der Tarif in der zweiten Phase Leistungen ab Stellung des Pflegeantrages bis zu dessen Entscheid. Hier bieten wir Pflegeleistungen, die durch die JUH erbracht werden, als wäre der Pflegeantrag bereits genehmigt. Denn eines ist klar: Pflege wird benötigt und duldet keinen Aufschub. Ist dann die Einstufung in eine Pflegestufe erfolgt, bekommt der Kunde in der dritten Phase noch zusätzliche Leistungen wie Pflegemanagementleistungen oder Fahrdienste erstattet.

VWheute: Was braucht es – über bis dato Beschlossenes hinaus – vom Gesetzgeber für weitere Impulse in der Pflege und damit für umfassenden Schutz? Wo sehen Sie weitere Punkte, die einen erfolgreichen Tarif in der privaten Pflegeversicherung ausmachen?

Aus unserer Sicht ist es besonders wichtig, dass sich die Pflegestrukturen schnell genug auf die zu erwartende Zahl der Pflegenden anpasst und die Qualität der Pflege stimmt. Es ist eine große Herausforderung für den Gesetzgeber die richtige Balance von Wachstum und Qualität zu fördern. Daran wird sich auch der Bedarf in Absicherung der Pflegekosten ausrichten. Es ist sicherlich sinnvoll, Module anzubieten, die es dem Kunden – entsprechend seiner persönlichen Lebenssituation – ermöglichen, individuelle Vorsorge zu treffen. Vor diesem Hintergrund sind wir froh über die exklusive Zusammenarbeit mit den Johannitern, die aus unserer Sicht qualitativ und quantitativ sehr gut im Pflegemarkt aufgestellt sind (siehe DOSSIER).

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Bild: Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherung (Quelle: Barmenia)

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