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Peter Hadasch: „Doppelbelastung stoppen“

30.06.2015 – Hadasch_NestleEs sei kess, wenn man dem Ansinnen des Bundesarbeitsministeriums eine bAV-Verbreitung zu bewirken, mit der Forderung nach einer Erhöhung des Dotierungsrahmens komme, kritisiert Peter Hadasch, Personalvorstand der Nestlé Deutschland und VFPK-Vorstand im Interview mit Leiter-bAV. Wer nicht den Spielraum für bisherige Beitragszahlungen habe, werde nicht dadurch angereizt, dass er günstige höhere Beiträge leisten könne. 

Für niedrige Einkommen sei die sozialversichungsrechtliche Behandlung wichtiger als die steuerliche Begünstigung. „Wir müssen die Doppelbelastung mit Krankenversicherungsbeiträgen sofort stoppen, nicht zuletzt bei riestergeförderten Beiträgen in regulierte Pensionskassen“, fordert Hadasch. Dies würde der Riesterrente in betrieblichen Pensionskassen Auftrieb verschaffen, da die Förderung dort nicht der Finanzierung von Vertriebskosten und Unternehmensgewinnen diene, sondern ausschließlich der Steigerung der Altersrente.

Damit wäre es den Tarifparteien schon heute möglich, in paritätisch geführten Versorgungseinrichtungen ohne Vertriebskosten und ohne Dividendeninteressen riestergeförderte versicherungsförmig garantierte Versorgungszusagen aufzubauen. Das Projekt würde erheblich an Akzeptanz gewinnen, wenn Arbeitnehmer mit geringen Einkommen sicher sein könnten, dass ihre Eigenleistungen nicht zu einer Minderung von künftiger Mindesrentenansprüchen herangezogen werden. (vwh/mst)

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