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“Patienten sind nicht gut informiert”

14.10.2015 – odette_wegwarth“Zurzeit sind Patienten nicht besonders gut informiert”, konstatiert Odette Wegwarth, Vorsitzende der Stiftung Gesundheitswissen, im Interview mit dem PKV-Hausmagazin PKVpublik. So glaubten viele Patienten “zum Beispiel häufig, mehr Tests oder neuere Testverfahren bringen ihnen mehr. Vom Schaden solcher Untersuchungen haben sie allerdings meist noch nie gehört”, kritisiert Wegwarth.

Ein weiterer Kritikpunkt Wegwarths: Patienten seien “oftmals der Ansicht, viel hilft viel”. Den Grund darin sieht die Expertin in der Qualität der bereitgestellten Informationen im Internet. Allerdings finde man dort das, was sie “intransparente Informationen” nennt.

“Oft sind Behauptungen gar nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen belegt”, erläutert Wegarth weiter. Zwar gebe es viele Anbieter, die den Patienten Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellen. “Viele davon sind aber weder qualitätsgesichert noch unabhängig und laienverständlich”, ergänzt die Vorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen.

Dennoch habe sich das Art-Patienten-Verhältnis bereits verändert, ergänzt Anja Bittner, Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Internetportals washabich.de gegenüber der PKVpublik. “Die Patienten sind mündiger geworden, möchten mitentscheiden oder zumindest genau informiert werden.” Zudem werde “die Telemedizin sicher große Veränderungen für das Arzt-Patienten-Verhältnis mit sich bringen”, ergänzt Bittner. (vwh/td)

Bildquelle: PKVpublik

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