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“Noch nicht am Ende der Modernisierung angelangt”

04.02.2016 – Niebler_AGV“Unsere Zahlen sprechen eine andere Sprache”, entgegnet AGV-Geschäftsführer Michael Niebler einer McKinsey-Studie, die jeden vierten Job in der Versicherungsbranche gefährdet sieht. “Einfache Tätigkeiten fallen durch Automatisierung und Digitalisierung weg. Dieser Trend wird sicher anhalten.” Im Gegenzug werden aber neue Stabsfunktionen geschaffen und Kapazitäten bei Spezialisten, Fachkräften und Akademikern “oftmals ausgebaut.”

“Ich möchte meine Prognose beschränken auf die rund 210.000 Versicherungsangestellten. Wenn McKinsey Recht hätte, dann wären davon in zehn Jahren weniger als 160.000 übrig. Das glaube ich nicht. Ich rechne mit 180.000 bis 190.000 Beschäftigten im Jahr 2026. Das entspricht einem jährlichen Personalabbau von durchschnittlich ein bis eineinhalb Prozent”, sagt Niebler. “Mehr Arbeitsplätze, so meine Prognose, gehen per Saldo nicht verloren.”

Was aktuelle Herausforderungen für die Branche betrifft, sieht er die Branche “noch nicht am Ende der Modernisierung angelangt.” Die klassische Führung sieht Niebler in vielen Bereichen auf dem Rückzug, die Vernetzung auf dem Vormarsch. In etwa der Hälfte der Versicherungsunternehmen könnten die Mitarbeiter bereits Telearbeit machen.

Dass die Branche an der Transformation von Arbeitsprozessen arbeitet, macht Niebler an Zahlen fest: “2013 bildete sich jeder Mitarbeiter des Innendienstes durchschnittlich 58 Stunden weiter – das sind 25 Stunden mehr als in der gesamten deutschen Wirtschaft.” (vwh/ku)

Bild: Michael Niebler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des AGV (Quelle: AGV)

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