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“Nicht mit Negativzinsen hantieren”

18.04.2016 – holger_kerzel_meagAngesichts der niedrigen Zinsen sind dividendenstarke Aktien für Privatinvestoren eine gute Investition, glaubt Holger Kerzel, Geschäftsführer der Meag. Einen “zentralen Fokus” lege der Vermögensverwalter der Munich Re auf “dividendenstarke Aktien für Privatinvestoren eine gute Investition”, konstatiert der Experte im Interview mit der Börsen-Zeitung.

Dabei verwende man einen “Diskontierungsfaktor von mindestens Eins, das heißt, wir verwenden einen Zins von minimal null Prozent und schließen negative Zinsen in der Diskontierung aus”, ergänzt Kerzel. Andere Investoren leiten hingegen aus Nullzinsen nur die allgemeine Signalwirkung ab, “dass Notenbanken Wachstum und Inflation für zu schwach halten. Aber ob die Notenbanken und die Akteure am Kapitalmarkt vernünftig abschätzen können, was diese Politik für Blasenbildungen bedeutet, da bin ich mir nicht so sicher”, betont der Meag-Geschäftsführer im Interview.

Seine Kritik gegenüber der Börsen-Zeitung: Die Notenbank greife “massiv am kurzen Ende und in länger laufende Anleihen, Pfandbriefe und sogar Unternehmensanleihen ein”. Dies störe nicht nur den Kapitalmarkt. “Die Signalwirkung des Zinses als Preis für Risiko ist ausgesetzt, der Zins kommt nicht mehr durch normales Angebot und Nachfrage am Markt zustande, sondern ist durch die riesige Nachfrage der Notenbanken verzerrt”, so Kerzel. (vwh/td)

Bild: Holger Kerzel, Geschäftsführer der Meag (Quelle: Meag)

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