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“Nicht jeder Schaden ist plausibel”

23.07.2015 – lutz_erbe_gdvIm Jahr 2014 wurden nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) den Hausrat- und Wohngebäudeversicherern rund 410.000 Blitz- und Überspannungsschäden gemeldet. Allerdings gelten Blitz- und Überspannung nicht bei allen Schäden an Fernsehern, Computern oder anderen Elektrogeräten als Ursache, sagt Lutz Erbe von VGH Versicherung Hannover im GDV-Interview.

“Damit es zu einem Blitz- und Überspannungsschaden bei einem elektrischen Gerät kommt, muss der Blitz mit einer bestimmten Intensität und in einem bestimmten Abstand einschlagen. Ein typisches Schadenbild und ein Übertragungsweg vom Blitz zum Gerät müssen vorhanden sein”, sagt Erbe. Sei “ein Blitz zu weit weg, sind einige Schäden, wie sie uns gemeldet werden, eher unwahrscheinlich.” Allerdings sei der Anteil der “schwarzen Schafe”, die einen nichtversicherten Schaden melden, nicht genau bekannt, so Erbe weiter.

Zudem sollte der Kunde “wissen, dass bei der Versicherung technischer Anlagen, wie zum Beispiel Biogas- oder Photovoltaikanlagen, die enormen Schadenpotentiale ohne den Einbau von Schutzgeräten praktisch nicht mehr beherrschbar sind”, erläutert Erbe. Deshalb sollten technische Anlagen von Beginn an mit einem Überspannungsschutz ausgerüstet und auch so versichert werden, fordert der von der Ingenieurkammer Niedersachsen öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Schaltanlagen, Überspannungsschutzeinrichtungen sowie Elektrothermografie. Eine Nachrüstung sei “hingegen aufwendig und kostspielig”. (vwh/td)

Link: Das vollständige Interview beim GDV

Bild: Lutz Erbe (Quelle: GDV)

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