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Neue Ania-Präsidentin soll Versicherungswirtschaft stärken

16.12.2015 – maria_farina_mfDie Vereinigung der italienischen Versicherungswirtschaft Ania hat einen Führungswechsel vollzogen: Einmütig wählte die Generalversammlung des Spitzenverbandes die bisherige Stellvertreterin des scheidenden, langjährigen Amtsinhabers Aldo Minucci, die 73-jährige Maria Bianca Farina, zur neuen Präsidentin. Die Römerin gehört bereits seit vier Jahren dem Präsidium an und gilt in der italienischen Politik als gut vernetzt.

Im Verband erwartet man sich mit der ersten Frau an der Assekuranz-Spitze eine größere Durchschlagskraft in der öffentlichen Wahrnehmung. So hatte es im Sommer innerhalb der Vereinigung Unruhe gegeben, da sich die Versicherungswirtschaft bei einigen Gesetzesnovellen im römischen Parlament – etwa bei der wichtigen Kfz-Versicherung – zu wenig Gehör verschaffen konnte.

Einige Konzerne drohten gar mit Austritt. Mit der politisch profilierten und medienerfahrenen Farina soll nun ein Neuanfang gelingen. In einer ersten Stellungnahme kündigte sie die Ausarbeitung eines Aktionsplans an, um “die Rolle des Verbands und der gesamten Assekuranzbranche im finanzökonomischen Geflecht Italiens zu stärken”.

Die neue Präsidentin ist bislang Vorstandsvorsitzende des Finanzdienstleistungsbereichs der italienischen Post, die vor Kurzem ihr Börsendebut gab; unter ihrer Führung war mit “Postevita” der weitgehend brach liegende Assekuranz-Zweig des Post-Konzerns zu dessen ertragsreichstem Segment geworden. Ihr Berufsleben verbrachte die langjährige Spitzenmanagerin hauptsächlich in staatsnahen Unternehmen.

Die studierte Ökonomin ist Mitglied in mehreren Beratungsorganen der italienischen Regierung und gilt als Spezialistin für Privatisierungen. Ihr wird zugetraut, sich in Parlament und Ministerien Gehör zu verschaffen. Ehrenamtlich gehört Farina außerdem der von Papst Franziskus neu geschaffenen Finanzaufsicht des Heiligen Stuhls sowie dem Aufsichtsrat der Päpstlichen Kinderklinik “Bambino Gesù″ an.

Die Mitgliederversammlung verabschiedete zudem einige Satzungsänderungen, um die bislang komplizierten Strukturen innerhalb des Verbandes zu vereinfachen und transparenter zu machen. An der Schwerfälligkeit des Lobby-Apparats hatte es zuletzt immer wieder Kritik gegeben. (mf)

Bild: Maria Bianca Farina, neue Präsidentin der Ania (Quelle: Michael Feth)

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