Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Nachhaltige Unternehmenskultur

30.06.2015 – leibinger_kamuellerPartnerschaft, Fairness und Nachhaltigkeit sind die Prinzipien, nach der Nicola Leibinger-Kammüller die Trumpf GmbH & Co KG führt. Die Finanzberatungsgesellschaft Plansecur zeichnete die Geschäftsführerin des Werkzeugmaschinenherstellers als „Vordenkerin 2015“ aus. Lobenswert sei ihr Engagement für das Zukunftsmodell Familienunternehmen, hieß es gestern auf dem Finanzforum Vordenken in Frankfurt am Main.

Wie kaum eine Zweite hat sie das Zukunftspotenzial einer Unternehmensstruktur erkannt, die von einer Inhaberfamilie geprägt ist. „Im Unterschied zu Konzernstrukturen, in denen allzu häufig nur auf kurzfristige Umsatz- und Gewinnsteigerung geachtet wird, lebt die Preisträgerin eine Führungs- und Wertekultur, die auf Partnerschaft, Fairness und Nachhaltigkeit setzt“, sagte Jürgen Stark bei der Preisverleihung.

Das familiengeführte Unternehmen Trumpf machte im Geschäftsjahr 2013/2014 mit gut 10.000 Mitarbeitern (die Hälfte davon in Deutschland) einen Umsatz von 2,6 Mrd. Euro. Das Unternehmen wird in zweiter Generation von der Familie Berthold Leibingers geführt, der das Unternehmen in den 1960er und 1970er Jahren sukzessive übernahm.

Seine Tochter Nicola Leibinger-Kammüller führt das in der Nähe von Stuttgart angesiedelte Unternehmen zusammen mit ihrem Bruder Peter Leibinger und ihrem Ehemann Mathias Kammüller.

„Fakt ist, dass kein anderes Land in Europa einen derartig hohen Anteil an Hightech an der Außenhandelsbilanz besitzt“, stellte Leibinger-Kammüller gestern fest. „Ich bin davon überzeugt, dass unsere Chancen gut stehen, weil die Wirtschaft – gerade die hoch innovativen mittelständischen Unternehmen, aber auch einige Große – sehr gut vorbereitet sind.“

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis stellt sie karitativen Zwecken zur Verfügung. Vor-Denken sei vor allem eine Frage des „Herzens“ und weniger des „Kopfes“, sagte Leibinger-Kammüller. So müssten einmal als richtig erkannte Unternehmenswerte verwirklicht und auch in schwierigen Zeiten durchgehalten werden.

Mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten gestern über das Thema „Neue Gesellschaft – Alte Werte“, darunter Paul Kirchhof, Thorsten Alsleben (Hauptgeschäftsführer Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU / CSU), Jürgen Stark, Brun-Hagen Hennerkes (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Familienunternehmen), F.A.Z.-Herausgeber Holger Steltzner und Plansecur Geschäftsführer Johannes Sczepan. (ba)

Bild: Nicola Leibinger-Kammüller (Quelle: Finanzforum Vordenken)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten