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Munich Re und Hannover Rück zieht es nach Indien

25.10.2016 – arnoldussen_munich_reLudger Arnoldussen will die Munich Re auf Wachstumskurs bringen. Die nächste Destination ist Indien, wo sie bereits ein Büro unterhält. Das Unternehmen steht kurz vor der Marktzulassung. Rendite soll außerdem die neue Big-Data-Strategie bringen. “In Indien habe ich Geduld gelernt”, erklärt der Vorstand bei der Münchner Rück für den Deutschlandmarkt, Asien/Pazifik und Afrika.

Bereits seit längerem hat das Unternehmen alle nötigen Unterlagen zur Beantragung einer Rückversicherungslizenz bei den indischen Behörden eingereicht. Allein die Antwort lässt auf sich warten. Ob die Zulassung in Kürze oder innerhalb der nächsten Monate erteilt wird, bleibt für die Nummer eins im deutschen Rückversicherungsgeschäft noch im Dunkeln.

Nachdem der indische Markt auch für ausländische Akteure geöffnet wurde, zieht es die großen Rückversicherer auf den indischen Markt. Lokale Erstversicherer ziehen sich derzeit aus dem Leben-Geschäft zurück, das sich in den letzten Jahren wie hierzulande als nicht mehr profitabel erwiesen hat. Daneben wächst die Microinsurance sowie vor allem eine neu aufgelegte Agrarversicherung, und damit auch der Rückversicherungsbedarf. An die Tür klopft auch die Hannover Rück, die mit Mumbai und Delhi bereits zwei Büros mit insgesamt 30 Mitarbeitern betreibt. In Baden-Baden machte die Nachricht die Runde, Swiss Re und Munich Re hätten die erforderliche Lizenz diese Woche erhalten (siehe DOSSIER).

Für die angestrebte Wachstumsdynamik, setzt Ludger Arnoldussen auf IT und das Thema “Big Data”. Mit dem „Plug and Play Tech Center” im kalifornischen Silicon Valley versucht das Traditionsunternehmen, sich die Innovationskraft von Start-Ups in der Analyse großer Datenmengen und zum Internet of Things nutzbar zu machen (siehe UNTERNEHMEN).

“Munich Re ist Teil von Big Data”, spitzt Arnoldussen den Anspruch des Unternehmens zu. In innovative Start-Ups und Insurtechs zu investieren, so weit möchte der studierte Betriebswirt hingegen nicht gehen. Vielmehr strebt die Münchner Rück Partnerschaften mit Technologieanbietern, Big-Data-Analysten und Erstversicherern an, um neue Versicherungslösungen zu entwickeln. Bereits realisierte Big-Data-Anwendungen sind ein automatisierten Nachrichtenmonitoring zur Optimierung des Schadenmanagements und eine Naturkatastrophe-Datenbank für ein verbessertes Risikomanagement. (de)

Bild: Ludger Arnoldussen, Vorstand der Munich Re (Quelle: Munich Re)

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