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Müller fordert zentrale Makleraufsicht

09.05.2014 – heinz-mueller-150Die Beschwerdequote liegt bei ungefähr 0,01 Prozent. In seinem letzten Tätigkeitsbericht als Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung fordert Helmut Müller eine zentrale Makleraufsicht.

“Es liegt im Interesse der Versicherten und nicht zuletzt auch im Interesse der weit überwiegenden Zahl der gut ausgebildeten und verantwortungsbewussten Vermittler, wenn eine einzige und fachkundige Behörde die Aufsicht über Vermittler, zumindest aber über Makler, übernehmen würde”, erklärt Müller. Provisionsexzesse und Beratungsfaulheit schwarzer Schafe seien zwar zurückgegangen, aber noch nicht in befriedigendem Maße. Müller nimmt auch den Patienten in die Verantwortung, sich ausgehändigte Unterlagen tatsächlich auch durchzulesen.

Die Grundproblematik skizziert Helmut Müller folgendermaßen: “Das Versicherungsprodukt ist kompliziert und schlecht greifbar, um für den Laien im wahrsten Sinne des Wortes selbstverständlich zu sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es dem versicherten Verbraucher schwer fällt, sich mit dem meist für unangenehme Situationen bestimmten Produkt (Tod, Krankheit, Unfall etc.) auseinanderzusetzen. Er weiß allenfalls, dass er Sicherheit braucht.” Für mehr Transparenz brauche es allerdings Engagement von allen Seiten: “Nun kann man vom Vermittler bei Antragsstellung nicht verlangen, dass er dem Kunden die Feinheiten der Regulierungspraxis im Detail erklärt. Hier müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten. Die sogenannten Leistungserbringer (Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Apotheker u.a.) sind ebenso wie die Versicherer und Vermittler zur Aufklärung verpflichtet. Der Gesetzgeber hat im Übrigen eine sogenannte wirtschaftliche Aufklärungspflicht des Heilbehandlers, also vor allem des Arztes und Zahnarztes, im Patientenrechtegesetz jetzt ausdrücklich geregelt. (vwh)

Foto: In seinem letzten Tätigkeitsbericht zieht Helmut Müller Bilanz zur Arbeit als Ombudsmann. (Quelle: PKV)

Link: Der Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung (2013, PDF)

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