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Manfred Poweleit beklagt verbraucherfeindliche Zinsen

16.05.2014 – mapManfred Poweleit, Autor des angesehenen Map-Reports, beklagt in seiner neuesten Publikation (Map-Report Nr. 860-862) die Kurzfristigkeit deutscher, wie internationaler Finanzpolitik. Diese gerinnt in niedrigsten Zinsen, zu Lasten von Versicherungskunden und allen übrigen Sparern. Anhand seines umfangreichen Langfristvergleichs mit Beispielrechnungen zum Produkt Lebensversicherung berechnet Poweleit den seit 2003 bis heute aufgelaufenen Schaden:

“Im Jahre 1999 ergab sich bei 1.200 Euro Jahresbeitrag und 30 Jahren Laufzeit marktweit eine zu erwartende Ablaufleistung von 114.190 Euro – ein stolzes Ergebnis”, bilanziert Poweleit. “Doch dann zeigte die Niedrigzinswelle erste Auswirkungen. Im Jahre 2000 erbrachten die Beispielrechnungen im Schnitt für die gleiche Vertragskonstellation nur noch 112.750 Euro, ein Jahr später sank dieser Erwartungswert auf 111.800 Euro. Mit der Finanzmarktkrise von 2002 gingen die Werte dann endgültig in die Knie. 92.460 Euro waren es nur noch für 2002, ein Jahr später 74.010 Euro, danach 69.030 Euro. Inzwischen können 2014 die Vermittler, die noch mit Beispielrechnungen arbeiten, ihren Kunden nur 59.560 Euro in Aussicht stellen.”

Und weiter: “Für diese desolate Zinsentwicklung sind Lebensversicherer, ihre Produkte und ihre Versichertengemeinschaften nicht verantwortlich. Im Gegenteil: Sie sind Opfer einer Geld- und Finanzpolitik, die nur von der Tapete bis zur Wand denkt und bis heute keine Ahnung hat, wie sie die Verschuldensorgie in den den Griff bekommen soll. Diese unseriöse Geld- und Finanzpolitik hat bei den Verbrauchern einen Schaden in Höhe von mehreren 100 Mrd. Euro angerichtet. Trotzdem wird nicht gespart. Im Gegenteil: Der öffentliche Dienst genehmigt sich Gehaltssteigerungen, die nicht finanzierbar sind. Gleichzeitig werden Wohltaten verteilt, die nicht nachhaltig erwirtschaftet wurden.

Wenn jetzt Erwartungswerte in Beispielrechnungen wieder zurückgegangen sind, so kann man Lebensversicherungen nicht vorhalten, Versprechen gebrochen zu haben. Vorhalten kann man ihnen allenfalls, dass sie noch Bundeswertpapiere gekauft und den Verschuldungsirrsinn des Staates mitfinanziert zu haben. Oberstes Ziel von Politik sollte es nicht sein, für die Wiederwahl der gegenwärtigen Politikerkaste Stimmen zu kaufen. Wichtig wäre es hingegen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass dieses Land auch nach 2030 seine Rentner satt bekommt”, so der sichtlich frustierte Autor. (vwh)

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