Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Künast: “Bald sagen Autos vor Gericht gegen uns aus”

17.10.2014 – kuenast“Wenn wir jetzt nicht handeln, sagt das Auto bald vor Gericht gegen uns aus”, sagt Renate Künast (Grüne) zum Thema autonome Fahrzeuge. Die elektrisieren nicht nur die Automobil-Konzerne und passionierte Autofahrer: Auch für die Versicherer werden die “Roboterautos” ein Thema – vor allem bei einem Unfall sorgen die Fahrzeuge der Zukunft für juristischen Zündstoff.

Nach der bislang geltenden Gesetzeslage müssen diese Systeme stets abgeschaltet bleiben. Wenn also die Technik witterungsbedingt an ihre Grenzen stößt, muss die Souveränität über das Auto zudem wieder an den Fahrer übergeben werden. Ein weitere knifflige Frage: Wem gehören die Datenmengen, die durch die neue Technik anfallen?

Der Deutschland-Chef der Allianz, Markus Rieß, skizzierte dabei in der Kölnischen Rundschau einen potenziellen Schadensfall aus dem Jahr 2017: Ein Fahrer meldet einen Schadensfall, der beim Einparken entstanden sei, weil das System ein Hindernis nicht erkannt habe. Da er ja selbst nicht gefahren sei, wolle er in seiner Vollkasko-Versicherung nicht hochgestuft werden. Vielmehr solle die Versicherung doch den Automobilhersteller in Regress nehmen, da ja dessen Technik versagt habe. Wie der Fall geklärt wird, kann heute jedoch noch niemand beantworten.

Und dennoch: nach derzeitigen Erkenntnissen gehen 90 Prozent aller Unfälle auf menschliches Versagen zurück und nur zehn Prozent auf fehlerhafte Technik. Für den Geschäftsführer der BMW-Forschung und Technik, Christoph Grote, steht fest: “Normalfahrer fahren schlechter als Maschinen”. (vwh)

Bild: Laurence Chaperon / www.renate-kuenast.de

Links: Risikowelt autonomes Fahren (Tagesreport, 27.09.2014), Autonomes Fahren: Risikoszenarien für Versicherer (Tagesreport, 14.04.2014)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten