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“Kooperation mit der Generali bringt Mitgliederzuwachs”

09.11.2015 – Luther_HEKJens Luther, Vorstandschef der Hanseatischen Krankenkasse (HEK), verspricht sich durch die neue Kooperation mit der Generali einen Mitglieder-Schub. “Dass einer der größten Versicherungskonzerne Europas mit uns zusammenarbeitet, belegt zum einen unsere Attraktivität und unser Ansehen in der Gesundheitsbranche”. Zudem biete die Kooperation mit dem “Agenturnetz der Generali natürlich große Wachstumschancen, die wir nutzen wollen”.

Der Vorstandschef nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Thema Zusatzbeiträge in der GKV geht, die mit Beginn des nächsten Jahres erheblich stärker auseinanderdriften dürften. Er wagt sich als einer der ersten Kassenchefs aus der Deckung. “Diejenigen, die wirtschaftlich schwächer aufgestellt sind oder ihre Hausaufgaben in der Organisation ihrer Häuser nicht gemacht haben, werden zu Beginn nächsten Jahres ihren Beitragssatz stärker anheben müssen als um die vom Schätzerkreis, beziehungsweise dem Bundesministerium für Gesundheit, genannten 0,2 Prozentpunkte.

“Die HEK als Krankenkasse mit gesunden Finanzen, wird sich nach derzeitiger Einschätzung voraussichtlich an diesem Wert orientieren können”. Das bedeute, dass der Beitragssatz der HEK auch im kommenden Jahr unterdurchschnittlich ausfalle und damit niedriger sei als der vieler anderer Krankenkassen. Für den 61-jährigen Diplom-Volkswirt steht außer Frage, dass Wettbewerb und Kassenvielfalt in der GKV die Grundlagen des bewährten Gesundheitssystems darstellen. Davon profitierten vor allem die Versicherten.

“Wo es keine Vielfalt der Kassen gibt, findet auch kein Wettbewerb statt. Und wo es den nicht gibt, werden Leistungen und Service zu einem schlechteren Einheitsbrei”, ist sich Luther sicher. “Weil wir dank vorausschauender Planung und einer hocheffizienten Verwaltung über stabile und gesunde Finanzen verfügen, können wir den Spielraum nutzen, den der Gesetzgeber den Krankenkassen lässt, um unsere Versicherten auch mit zusätzlichen Leistungen optimal zu versorgen.”

Von einigen Politikern werde immer noch der Irrglaube gepflegt, dass eine Krankenkasse kein Unternehmen, sondern eine Behörde sei. Die HEK sei ein Dienstleistungsunternehmen, das seine Kunden jeden Tag wieder von sich überzeugen müsste, betont der Vorstandschef. (wo)

Lesen Sie dazu mehr in der nächsten Ausgabe des Beratermagazins Value.

Bild: Jens Luther (Quelle: HEK)

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