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Konzentration auf Heimatmarkt ist gefährlich

17.02.2014 – hans-kuenzle-150Nationale-Suisse-Chef Hans Künzle beharrt im Interview mit der Basler Zeitung auf der Unabhängigkeit und dem Gleichgewicht unter den Aktionären. Eine Konzentration lediglich auf den schweizerischen Heimatmarkt nennt Künzle “gefährlich”.

Auf die Frage, ob es ein Problem sei, kein Auslandsgeschäft zu haben, sagte Künzle: “Es ist gefährlich, einem einzelnen Markt voll ausgesetzt zu sein. Wenn sich die großen Konkurrenten einen Preiskrieg bis auf die Knochen liefern, dann ist ein reiner Inlandversicherer in einer sehr schwierigen Situation. Diese Befürchtung hatten wir, als Axa Winterthur und Allianz 2007 einen Preiskampf im Motorfahrzeuggeschäft starteten. Zum Glück haben sie ihre Absichten rasch verworfen.”

Zu den Spekulationen eines Ausstiegs der Nürnberger Versicherung meint der Vorstandssprecher weiter: “Die Kooperation mit der Nürnberger besteht schon seit 2002, und wir sind sehr zufrieden damit. Mit 6,5 Prozent gehört die Nürnberger zu unseren Kernaktionären. Auch wir haben uns seinerzeit mit rund drei Prozent an der Nürnberger beteiligt.”

Haben Sie keine Angst, dass die Nürnberger bald aussteigen könnte? Deutsche Versicherer müssen ja wegen Verschärfung der Solvenzvorschriften viel Eigenkapital freischaufeln.

Wir haben keine Anzeichen für einen Ausstieg der Nürnberger. Ich glaube, unsere Beziehung ist sehr stabil. Sie ist unsere älteste Kernaktionärin und im Übrigen sehr gut kapitalisiert.

Angenommen, die Nürnberger würde aussteigen, dann könnte von den bestehenden Kernaktionären nur noch die Baloise das Paket übernehmen, richtig?

Recht haben Sie insofern, als wir keine Aktionäre mit einer Beteiligung von mehr als 20 Prozent wünschen. Wenn die Helvetia oder die Mobiliar das Paket erwerben würde, würden wir dies als feindlichen Akt betrachten. Aber das wissen alle Beteiligten. Man kann Aktien auch breit im Markt streuen. Eine breitere Streuung unserer Titel würden sich viele unserer Investoren und auch wir wünschen. Mehr als 50 Prozent unserer Titel sind in festen Händen. Der enge Markt hält viele institutionelle Anleger davon ab, bei uns zu investieren.

Das vollständige Interview unter beigefügtem Link.

Link: Interview Künzle: Wird einer zu gross, werden die andern nervös

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