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„Keine Kompromisse beim Datenschutz“

17.09.2014 – ruff_daimler_150Heutzutage wollen Menschen das Auto nutzen, aber nicht zwangsläufig besitzen. In Zeiten der urbanen Verdichtung wird eine Re-Naturalisierung angestrebt. Im Interview mit VW-Redakteur Michael Stanczyk spricht Frank Ruff, Leiter Society and Technology Research von Daimler, über neue Mobilitätsformen und die automobile Zukunft.

VWheute: Welche gravierenden Verschiebungen sind mit Blick auf die Mobilität zu beobachten? Welche Bedeutung hat der Megatrend für Gesellschaft, Wirtschaft und Ökologie?

Ruff: Die persönliche Mobilität vieler Menschen weitet sich im Aktionsradius und den genutzten Verkehrsmitteln aus. Der mobile Lebensstil, den heute schon viele Geschäftsreisende oder junge Menschen mit internationalen Ausbildungswegen und Netzwerken haben, erfasst immer mehr Menschen. Damit dieser Trend zu individueller und komplexer Mobilität nicht durch knapper werdende Ressourcen wie Transportkapazität, Energie, Zeit und Geld zum Erliegen kommt, hat die Suche nach neuen effizienten, umweltfreundlichen und flexiblen Mobilitätsformen schon längst begonnen. Wir arbeiten sowohl an entsprechenden Produkten als auch an der Entwicklung innovativer Lösungen für eine urbane Mobilität wie car2go und moovel, die wir als wichtige Ergänzung unseres Kerngeschäfts sehen.

Welche neuen Marktpotenziale resultieren aus intelligent vernetzten Verkehrssystemen und Mobilitätsstrukturen?

Neue Geschäftsmodelle müssen dem Wandel der Zeit folgen oder besser noch, ihm voraus sein. Wir waren unter anderem die ersten, die ein „freifließendes“ Carsharing-System auf die Straße gebracht haben, bei dem Fahrzeuge nicht an festen Stationen abgeholt und zurückgebracht werden müssen. Der multimodale Mobilitätsassistent “moovel” vernetzt verschiedene Verkehrsmittel und ermöglicht flexiblen Menschen den besten Weg von A nach B. Veränderungen im Mobilitätsverhalten und in Verkehrssystemen entwickeln sich nicht über Nacht, sondern langsam aus der Nische heraus. Wir gehen davon aus, dass neue Mobilitätsdienstleistungen in wenigen Jahren einen Milliardenumsatz zum Geschäft beitragen können (siehe Dossier).

Das moderne Unterwegssein ist mit zahlreichen Risiken behaftet. Welche Gefahren, welche Schutzanforderungen entstehen vor dem Hintergrund neuer Mobilitätsbedürfnisse?

Im Kontext vernetzter Mobilität sind Datensicherheit und Datenschutz eine zentrale Anforderung, bei der keine Kompromisse eingegangen werden dürfen. Dies gilt insbesondere für das digital vernetzte und zunehmend autonom fahrende Fahrzeug. Hier sind neue Sicherheitsarchitekturen und “fail-safe”-Technologien anzuwenden. Dies gilt aber auch für die Mobilitäts- und Kundendaten, die bei der Nutzung von Mobilitätsdienstleistungen entstehen. Die strategische Aufgabe ist, die auch im Mobilitätsbereich entstehenden Welten der “Big Data” sicherheitstechnisch mit höchsten Robustheit auszustatten.

Bild: Frank Ruff, Leiter Society and Technology Research von Daimler. (Quelle: Daimler)

Link: Versicherungswirtschaft Special – VALUE Vom Wert der Mobilität (Heft 3/2014)

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