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Karsten: “LVRG erhält Substanz der Lebensversicherer”

26.08.2014 – Karsten_StuttgarterFrank Karsten, Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Versicherungsgruppe, sieht weiterhin Perspektiven für die positive Entwicklung der Lebensversicherung. Die Veränderungen in den Provisionsregelungen führten dazu, dass das Produkt Lebensversicherung auch bei 1,25 Prozent Rechnungszins für Kunden interessant bleibe. Die Transparenz im Hinblick auf den Ausweis der Gesamtkosten führe zu mehr Wettbewerb und gebe dem Kunden Orientierung am Markt.

VWheute: Herr Karsten, wir wollen mal nachhaken. Sie haben in der Ausgabe 20/2013 der Versicherungswirtschaft gesagt , “dass Sie sich in Ihrer Strategie bestätigt fühlen, sich auf die Personenversicherung zu konzentrieren“. Stehen Sie nach all dem Wirbel um die Lebensversicherung noch zu dieser Aussage?

Karsten: Ja sicher. Meine Aussage bezog sich vor allem darauf, dass wir uns mit unserem Produktportfolio Leben, Unfall und Krankenzusatzprodukte auf Vorsorgelösungen rund um die Person fokussieren. In allen drei Bereichen wachsen wir nach wie vor deutlich über dem Marktdurchschnitt. Wohlgemerkt gilt das auch für die Lebens- und Rentenversicherung. Hier liegen wir zu Beginn des zweiten Halbjahrs mit den laufenden Beiträgen gut sechs Prozent über dem Vorjahreswert. Auch die jüngsten Entwicklungen rund um die Lebensversicherung sehe ich insgesamt positiv. Das LVRG erhält die Substanz der Lebensversicherer. Die Veränderungen in den Provisionsregelungen führen dazu, dass das Produkt Lebensversicherung auch bei 1,25 Prozent Rechnungszins für Kunden interessant bleibt. Die erhöhte Transparenz im Hinblick auf die Darstellung der Gesamtkosten sehe ich ebenfalls positiv, denn sie führt zu mehr Kundenorientierung im Markt.

Was sind Ihre Prioritäten im 2. Halbjahr 2014?

An erster Stelle wird stehen, alle Punkte aus den gesetzlichen Änderungen pünktlich zum Jahreswechsel umzusetzen. Darüber hinaus werden wir unsere attraktiven Produkte unter den veränderten Rahmenbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln. Und schließlich wird mit unseren Vertriebspartnern zu diskutieren sein, wie wir uns gemeinsam den Herausforderungen der neuen Situation stellen und auch in Zukunft erfolgreich im Markt bestehen können.

Ihre Visionen für 2014/2015?

Nach meiner Auffassung wird in den nächsten ein bis zwei Jahren das Neugeschäft bei klassischen Produkten zurückgehen. Weil diese bei uns weniger als dreißig Prozent zur Gesamtproduktion beitragen, ist das in unserem Fall nicht so dramatisch. Außerdem gehe ich davon aus, dass unser Marktanteil weiter wachsen wird. Gleichzeitig wird es eine Konsolidierung im Vermittlermarkt geben, wobei der Kern des beratungsintensiven Geschäftes allerdings erhalten bleibt. Mittel- bis langfristig sehe ich keine Alternative zur kapitalgedeckten Altersvorsorge über die Lebensversicherung.

Ihre persönlichen Wünsche für den Rest des Jahres?

Persönlich ist mein größter Wunsch die Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und der zahlreichen Konflikte im Nahen Osten.

Wo verbringen Sie oder haben Sie in diesem Jahr Ihren Sommer-Urlaub verbracht?

Ich habe Ende Juli/Anfang August zwei Wochen auf der für mich schönsten Insel Deutschlands verbracht, auf Amrum. Dort konnte ich die Ruhe, die Sonne, das Meer und das regionale Essen genießen.

Die Fragen stellte VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

Foto: Frank Karsten, Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Lebensversicherungsgruppe (Quelle: Stuttgarter)

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