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Kabarettist Dieter Hildebrandt ist tot

21.11.2013 – Dieter HildebrandDer Gründer der „Lach- und Schießgesellschaft” sowie des „Scheibenwischers” Dieter Hildebrandt starb am Mittwoch in einem Münchner Krankenhaus im Alter von 86 Jahren. Erst am Vortag war bekannt geworden, dass der Kabarettist schwer an Krebs erkrankt war.

Die Diagnose Prostatakrebs hatte er nach Angaben der Münchner Zeitung tz erst im Sommer bekommen. Alle geplanten Auftritte wurden abgesagt. 1955 gründete Hildebrandt in München-Schwabing das Studenten-Kabarett „Die Namenlosen”, das gleich im Fernsehen übertragen wurde. Nach dessen Auflösung 1956 rief Hildebrandt mit dem Sportreporter Sammy Drechsel die „Münchner Lach- und Schießgesellschaft” ins Leben. Sie wurde ebenfalls von Anfang an im TV übertragen und zu einer der einflussreichsten politischen Kabarettbühnen. 2003 gab der für sein Lebenswerk mit dem Bremer Til-Eulenspiegel-Satire-Preis und insgesamt vier Grimme-Preisen ausgezeichnete Hildebrandt nach 145 „Scheibenwischer”-Sendungen seine Abschiedsgala in Berlin.

Auch in seinem Ruhestand blieb Hildebrandt äußerst aktiv. Er schrieb Bücher und reiste mit Solo-Programmen durch die Republik. Zahlreiche Filmrollen wie unter anderem „Kir Royal”, „Zettl” und immer wieder von Gerhard Polt wurden ihm auf den Leib geschrieben. Mit seiner vernichtenden Analyse des Zeitgeschehens, die er in pointensicheren Humor umsetzte, ist Hildebrandt einer der bedeutendsten Kabarettisten in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. (vwh)

Foto: Dieter Hildebrandt (Quelle: Münchner Lach- und Schießgesellschaft)

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