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IW Köln: „Verpflichtende bAV schießt übers Ziel hinaus“

16.09.2014 – Pimpertz_JochenJochen Pimpertz vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln stellt sich gegen die Pläne der Unions-Arbeitnehmer, eine verpflichtende bAV einzuführen. „Dass das Versorgungsniveau der Gesetzlichen Rentenversicherung sinkt und deswegen der Bedarf an privater Vorsorge zunimmt, ist unbestritten. Deshalb aber von der Verbreitung einer einzelnen Vorsorgeform auf eine mangelnde Vorsorge insgesamt zu schließen, wird der Sache nicht gerecht“, so Pimpertz.

Eine entsprechende Regelung würde weit über das Ziel hinausschießen und entscheidende Fakten vernachlässigen. „Altersvorsorge kann auf verschiedene Arten betrieben werden: Was dem einen die Betriebs- oder Privatrente, ist dem anderen sein Häusle“, sagt Pimpertz. Mancher habe schon vor Jahrzehnten in eine steuerbegünstigte Kapital-Lebensversicherung eingezahlt; für ihn lohne sich eine weitere Form der Altersvorsoge möglicherweise nicht. Mancher sehe sich über seinen Ehepartner trefflich abgesichert, so dass das eigene Einkommen für aktuelle Bedarfe eingesetzt wird.

„Generell gilt zudem: Die betriebliche Altersersorgung (bAV) ist unter Vollzeitbeschäftigten weiter verbreitet als unter Teilzeitbeschäftigten, bei der Riester-Rente ist es umgekehrt. Fasst man beide Vorsorgeformen zusammen, dann legen Teil- und Vollzeitbeschäftigte aber gleich häufig Geld fürs Alter zurück.“

Eine Verpflichtung zur bAV sei schlichtweg falsch. „Grundsätzlich haben die Arbeitnehmer bereits heute ein Anrecht auf Entgeltumwandlung und bAV. Es gilt also: Wer will, der kann!“ (vwh)

Foto: Dr. Jochen Pimpertz, Leiter Kompetenzfeld Öffentliche Haushalte und Soziale Sicherung beim IW Köln (Quelle: IW Köln)

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