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IW-Direktor fordert Anhebung des Rentenalters

18.08.2016 – Huether_iwDie Bundesbank hatte erst kürzlich in ihrem Monatsbericht gefordert, das Renteneintrittsalter bis 2060 auf 69 Jahren zu erhöhen. Auch der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, sprach sich jetzt in einem Interview mit dem Deutschlandfunk für eine Anhebung des Rentenzugangsalters aus. Nur so ließen sich die Lasten auch in Zukunft fair verteilen.

Die Anhebung des Rentenzugangsalters sei der “am wenigsten alle belastende Vorgang”, so Hüther. Wenn man weder den Beitragssatz, noch das Rentenniveau anpassen wolle, bliebe nur die dritte Option. Darauf, so der IW-Chef, könne man sich einlassen, weil die Beitragssätze damit nicht überproportional stiegen. Zudem nehme es den beiden Generationen, den zahlenden und auch den Leistungsempfängern, nichts.

Die Rente mit 63 bezeichnete der IW-Chef als “Fehlorientierung” und “Rückschritt”, die “einer Politik für Besserverdienende” entspräche. Durch die steigende Lebenserwartung hätten die Rentenbezugszeiten in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. So bezögen Menschen heutzutage fast 20 Jahre Rente, während es 1960 noch die Hälfte waren. Hinzukommt, dass die Baby-Boomer jetzt langsam in Rente gehen. vwh/mvd)

Bild: Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (Quelle: IW)

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