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Infrastruktur: Warnung vor Fehlanreizen

16.02.2015 – Bollmann_WebsiteDas Problem bei der Infrastruktur besteht vor allem darin, wie das vorhandene Geld verteilt wird. Das schreibt Buchautor und Journalist Ralph Bollmann in seinem aktuellen Beitrag. Die kaputten Straßen sieht er in Deutschland als Legende weitgehend herbeigeredet.

Ralph Bollmann will den Beleg haben, dass der Investitionsstau bei der öffentlichen Infrastruktur, zwar gewaltig klingt, die entsprechenden Zahlen – mindestens 100 Mrd. würden hier je nach Vorrechner fehlen – seien schlicht nicht seriös.

Er zieht in seinem Text für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Ökonomen der Deutschen Bank heran, die den “zum Teil verbreiteten Alarmismus für übertrieben” halten. Geld sei, so Bollmann, vorhanden, doch: “Noch immer beginnen Politiker lieber prestigeträchtige Projekte, statt sich um schnöde Substanzsicherung zu bemühen.”

Als Negativbeispiel für die Auswirkungen von übertriebenen Infrastrukturetats führt Bollmann Spanien an. “Kaum ein Land hat in kurzer Zeit so viele Flughäfen, Bahntrassen und Schnellstraßen gebaut. Das Vorgehen trug nicht nur zu einer überhitzten Baukonjunktur bei, es führte auch zu Fehlinvestitionen.”

Zudem: Deutschlands Straßen seien laut World Economic Forum mehr als konkurrenzfähig – weltweit belege das Land Platz Drei.

Mehr Geld für Infrastruktur, so Bollmans Fazit, könne durchaus sinnvoll sein. Aber nur, wenn die Prioritäten der Verkehrspolitik klar sind. (vwh/ku)

Bild: FAZ-Wirtschaftskorrespondent Ralph Bollmann (Quelle: Website)

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