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Infrastruktur: Aufsicht warnt vor unbedachtem Einstieg

05.02.2015 – Montalvo_EiopaEiopa-Geschäftsführer Carlos Montalvo warnte kleine und mittlere Versicherer vor unbedachtem Einstieg in die Assetklasse Infrastruktur: “Ich fürchte, dass die Sorgfalt bei Prüfung der Projekte leiden könnte, wenn der Wettbewerbsdruck steigt.” Gleichzeitig sieht die europäische Aufsicht aber die Notwendigkeit bei Versicherern, vermehrt in Infrastruktur zu investieren und kündigt für September konkrete Vorschläge hierzu an.

Große Versicherer wie die Allianz, Axa oder Ergo würden ohnehin schon Milliarden in derartige Projekte investieren. Kleineren Versicherern fehle hier mitunter die Expertise, erklärte Carlos Montalvo gegenüber Reuters.

Konkret sollen jetzt Regelungen und Kriterien entworfen werden, die unter Solvency II die Eigenkapitalanforderungen dieser Assetklasse regeln sollen. Denn eine differenziertere Betrachtung von Infrastruktur-Investments sei unumgänglich.

8,5 Bio. Euro verwalten europäische Versicherer laut Eiopa. Hier befinde sich eine potenzielle Quelle zur Finanzierung von Straßenbau, Brücken, Stromnetzen, Krankenhäusern oder Schulen.

Angesichts der niedrigen Zinsen von Staatsanleihen suchen Versicherer diesen Weg. Insurance Europe forderte gestern weitere Anpassungen von Solvency II, um derartige langfristige Investitionen zu erleichtern. (vwh/ku)

Bild: Eiopa-Geschäftsführer Carlos Montalvo (Quelle: Eiopa)

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