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Helvetia: Mit Nischenprodukten gutes Geld verdienen

05.10.2016 – Volker_Steck_Helvetia“Wenn ich eine Sparte anbiete, will ich damit eine Verdienst- und Ertragschance haben”, erklärt Volker Steck, CEO der Deutschland-Zentrale des schweizerischen Versicherers Helvetia. Das Unternehmen stellt seine Nischensparten wie Tier- und Kunstversicherungen besonders im Internet heraus.

In Deutschland werde das Angebot sehr stark online abgerufen. Über diesen Weg gelänge es der Helvetia, auch diesen Kundenkreis zu erreichen. Auf keinen Fall will Volker Steck das als reinen Marketinggag verstanden wissen. Auch Kunstversicherungen seien inzwischen zu einem wichtigen Geschäftsfeld geworden, in dem “auch gutes Geld verdient” werden könnte. Zu den zu versichernden Risiken zählten Ausstellungen sowie sehr viele private Kunstsammlungen. Das reiche von sakraler bis zu moderner Kunst. “Hier kommt unsere schweizerische Verlässlichkeit zum Tragen, die an die Qualität des berühmten Schweizer Messers erinnert”. Steck erwähnt auch, dass vermögende Kunden mit Hausratversicherungssummen ab einer halben Mio. Euro aufwärts gern gesehene Kunden seien.

Zum Thema Telematiktarife hat Steck eine klare Auffassung. “Wir beobachten die Entwicklung sehr genau, stehen dem aber noch distanziert gegenüber”. Letztlich sei der Einsatz von Telematik eine Frage der Investition und zumutbaren Organisation. In Italien sei man da zwar schon seit einigen Jahren sehr viel weiter. Allerdings, gibt er zu bedenken, sei das Prämienniveau auch doppelt so hoch wie in Deutschland. Sicher gebe es interessante Trends. “Im Vordergrund muss der Kundennutzen gesehen werden, der sicher kaum gegeben ist, wenn lediglich fünf Euro an Prämie gespart werden.”

Spannender findet Steck das Thema Smarthome. Es sei schon interessant, wenn der Kunde über sein Mobiltelefon Störungen im Haus gemeldet bekomme. Das sei für Versicherer und Kunde eine “Win-win”-Situation. Der Kunde habe den Vorteil, den Schaden schnell melden zu können. Der Versicherer könnte bei der Regulierung schneller handeln. Steck geht an das Thema Telematik ganz pragmatisch heran und erinnert sich einer alten Radfahrer-Weisheit: “Wenn Du beim Rennen von Beginn an immer ganz vorne fährst, kommst Du ausgelaugt im Ziel an”. (wo)

Bild: Volker Steck. (Quelle: Helvetia)

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