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Haftpflicht: Risikokosten für Geburt bei 350 Euro

13.05.2014 – petry-150Die Zahl der Schäden bewegt sich im Promillebereich. Die Kosten für den einzelnen Fall in der Geburtshilfe allerdings sind immens. Der Versicherungsmakler Ecclesia hat berechnet: Die Risikokosten für jede einzelne Geburt liegen bei 350 Euro.

Die gesetzlichen Kassen sind verpflichtet, Regress einzufordern, wenn ein neu geborenes Kind durch Kunstfehler Schaden nimmt. Dies hat die Schadensummen in die Höhe getrieben. Ein weiterer Kostenfaktor ist die immer bessere Versorgung der Geschädigten, deren Lebenserwartung steigt. „Die Geburtshilfe sticht nur heraus, weil die Patienten noch sehr jung sind und länger leben“, sagt Franz-Michael Petry, Geschäftsführer des Versicherungsmaklers Ecclesia in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der Detmolder Kirchenmakler besorgt für jedes zweite Krankenhaus in Deutschland den Versicherungsschutz. Kranken- und Pflegekassen starten teilweise Rasterfahndungen unter ihren Versicherten, um Fälle zu finden, in denen ein Behandlungsfehler vorliegt.

Eine Vollzeitpflege kostet in schweren Fällen rund 20.000 Euro pro Monat. Für die Versicherer von Krankenhäusern, Ärzten und Hebammen ist die Arzt-Haftpflicht zu einer regelrechten Bedrohung geworden. Laut FAS drohen in der Arzthaftpflicht amerikanische Verhältnisse einzukehren. In den USA sind Anwaltskanzleien zum lästigen Begleiter der Krankenhäuser geworden. (vwh)

Foto: Franz-Michael Petry vom Versicherungsmakler Ecclesia erläutert die Haftpflicht-Problematik bei den freien Hebammen.

Link: Kompromiss im Streit um Hebammen-Versicherung (Tagesreport, 02.05.2014)

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