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Grexit wäre ein dramatischer Rückschritt

23.01.2015 – akritikos_diwEin Austritt Griechenlands aus dem Euro wäre ein dramatischer Rückschritt in alte Zeiten, kritisiert Alexander Kritikos, Forschungsdirektor beim Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung. Der Grexit wird demnach zu hohen Inflationsraten, zu einer Abwanderung innovativer Unternehmer und gut ausgebildeter Arbeitskräfte sowie zum kompletten Abzug des investiven Kapitals führen, prophezeit der Experte.

Für die Gläubiger hätte ein Austritt Griechenlands zudem die Folge, dass “ein größerer Teil der griechischen Staatsschulden abgeschrieben werden muss als bei einem Verbleib in der Eurozone”, so Kritikos in einem Kommentar. Vielmehr sei der Reformprozess der Troika in den letzten fünf Jahren gescheitert. Zwar sei es gelungen, Lohnkosten und Sozialausgaben zu senken. “Die wichtigsten Strukturreformen sind aber liegen geblieben”, kritisierte der Experte.

Die vorgezogenen Neuwahlen kommen für Kritikos daher “zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt”. Es bedeute, dass faktisch nur noch wenige Regierungen eine volle Legislaturperiode vergönnt sei. Dies werde “vor allem ein Problem, wenn sie substanzielle Reformen umsetzen möchte, die aufgrund der vorgezogenen Neuwahl dann unterbleiben.” (vwh/td)

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