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Gesunde EU-Gemeinschaft: Grexit nicht ansteckend

20.02.2015 – moritz_kraemer_s&pAuch wenn die ersten Wogen im Streit um eine Verlängerung der Kreditlinien geglättet sind: Eine Ultima Ratio, der Austritt Griechenlands aus der EU, berge keine direkte Ansteckungsgefahr. Ein Grexit würde andere Staaten nicht aus der Eurozone treiben, sagt Moritz Kraemer, Kreditanalyst bei Standard & Poor’s.

Die Verflechtungen Griechenlands mit den Finanzmärkten seien zudem so weit zurückgefahren, dass eine Ansteckungsgefahr unwahrscheinlich ist. “Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Rettungsarchitektur der Eurozone robuster ist, verglichen mit 2012 und dem damals drohenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone“, sagt Kraemer.

Kraemer bezieht sich auf Angaben der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), wonach die Banken weltweit im September 2014 mit griechischen Banken noch im Volumen von 77 Mrd. US-Dollar engagiert waren. 2009 waren es noch mehr als 250 Mrd. Euro.

“Standard & Poor’s ist der Meinung, dass die finanzielle Belastung eines Grexit auf die verbleibenden Mitgliedsstaaten der Eurozone moderat wäre und mit der Zeit absorbiert würde. Wir gehen daher nicht davon aus, dass ein Grexit signifikante Auswirkungen auf die Ratings dieser Staaten hätte“, fasst Kraemer zusammen. (vwh/ku)

Bild: Moritz Kraemer, Kreditanalyst bei Standard & Poor’s (Quelle: S&P)

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